









Wie man das halt immer so plant, war ich um 6:00 wach, wollte aber das bequeme Bett nicht verlassen. Nach 3 Nächten auf harten Betten mit permanentem Juckreiz, war es endlich mal entspannt. Hab dann noch bisschen geschlummert, die Route gecheckt, Ultra langsam eingepackt und bin dann letzten Endes doch erst um kurz vor 8 los.
Mega schön die Loire bei Sonnenaufgang. Entlang von Sonnenblumenfeldern bin ich in den Tag gestartet. Die Route war überwiegend flach. Aber die ganze zeit an der Loire entlang. Teilweise bisschen eintönig, aber irgendwie auch gut für den Kopf. Da ich kein Proviant hatte, war mein Plan irgendwo anzuhalten. Im ersten Ort dacht ich ach ne ich fahr noch weiter. Bin dann 37 km gefahren und hab dann in einem sehr schönen kleinen Ort angehalten wo es eine Art Markthalle gab. Energy Drink und Banane haben neue power gegeben.







Die Strecke war viel über Schotter und sandwege weshalb mein bike und ich komplett eingepudert sind. Es fährt sich auch nicht so geschmeidig darauf. Gibt halt gute Fahrbeläge und weniger gute. So richtig glatter Asphalt rollt halt endgeil.
Mir ist ein Mann begegnet mit ner schwarzen Nase. Beim Näherkommen hab ich gesehen dass es ein Nasen Sonnenschutz ist. Da musste ich mal kurz überlegen ob ich meine Nase ausreichend eingeschmiert habe heute Morgen.
Ein anderer Herr hatte nen Eisstiel im Mund aber riss die Arme und Daumen hoch um mich anzufeuern. Sehr süß.
Dennoch: ich bin erstaunt wie wenig hier wirklich englisch sprechen. Vor allem die jungen. In Nantes war ein bikepacker und der sprach only french. Hat irgendwas komisches gefragt was ich nicht verstanden habe und auch er genierte sich englisch zu versuchen. Versteh ich nicht. Seltsam.






Bin in Nantes mal im chateau rein und durch die Innenstadt geschlendert. Hier braucht man glaube ich auch 2 Tage um alles zu sehen. Hab mich in nem Park hingesetzt und Rast gemacht für die letzten 17km.
Heut war es gefühlt weniger heiß. Thermometer sagte 30 Grad. Reicht aber auch wenn man dabei strampelt. Schlimm ist immer das Anhalten. Dann läuft einfach alles runter. Heute gab es viele Schatten Wege durchs grüne, daher auch besser auszuhalten als gestern.
Heut waren wieder viele Schlösser und Burgen. So wie jeden Tag hier eigentlich.











In Nantes wär ich unheimlich gern in die LU Keksfabrik gegangen. Keine Ahnung ob man das überhaupt kann. Ich hätte nix mitnehmen können und alle Klamotten mit rein wäre auch blöd. Aber wenn das geht muss ich es irgendwann machen.
Beim Rausfahren aus Nantes er so ein öffentlicher botanischer Garten mit Wasserfall. Da kamen dann Familien mit ihren Mäckes Tüten hin und haben Mittag mit den Kids gemacht. Total schön angelegt.





Die letzten Meter gestalteten sich heute wieder mit einer Fähre. Diesmal etwas größer. Fährt den ganzen Tag hin und her und ist für Radfahrer umsonst. Rüber gesetzt und dann waren es nur noch 600 m bis zur Unterkunft. Die hatte mir schon Hinweise geschickt wo der Schlüssel liegt und co. So konnte ich schon vor 15 Uhr rein. War zuerst irritiert weil ist quasi ein Kellerraum. Bier nett eingerichtet. Manche Türen waren verschlossen wo ich schon Panik geschoben habe ob da nachts jemand zu Besuch kommt. Stellte sich aber heraus dass es eine sehr nette Inhaberin ist die später noch mal kam und mir lies erklärt hat. Hat auch extra den Übersetzer angeworfen um mich zu fragen ob ich eine bin voyage hatte. Frühstück steh auch schon für morgen früh parat. Sehr sympathisch. Mein bike konnten wir in die garage schieben, da steht es besser als bei mir drin.








Hab schnell geduscht und mich dann endlich mal um ein gutes Restaurant gefreut. Leider zu früh. Hatte mittags überlegt ob ich reservieren soll. Kam ich an und ja die kannst da oben ihren, aber bitte innerhalb der nächsten 15 min bestellen weil wir sind komplett ausgebucht… hier in dem Kaff, ist klar. Der Oberkellner lief auch mit Walkie-Talkie im Ohr rum. Richtig affig für die Location. War dann schon genervt dass ich nicht in Ruhe essen durfte. Kam auch alles Schlag auf Schlag. Dabei bekam ich ber kein Getränk mehr. Wenn die nix verkaufen wollen, nicht mehr Problem. Die Pommes waren komplett laff, teilweise halb roh. Wasser habe ich gar nicht erst bekommen und der Lachs in der Vorspeise war alles andere als liebevoll zubereitet. Immerhin gab es noch die Nachfrage ob ich ein Dessert möchte. Hab mich stattdessen dann endlich für ein Getränk entschieden. Obwohl ich eigentlich gehen wollte und denen nicht noch mehr Geld reinwerfen wollte. Der Typ mit Stöpsel im Ohr und iPad geht mir auf n Sack. Wie kann man so rumstressen?





Obwohl ich eigentlich nur rohen Fisch gegessen habe bin ich allerdings super satt. Die am Nachbartisch machen es allerdings richtig. Die gehen scheinbar noch Pizza essen. Hätte ich auch mal besser.
Hab heut übrigens mehrere Mini Eidechsen gesehen. Man merkt dass sich was ändert je weiter ich Richtung Westen komme. Auch der Duft ist anders. Liebs durch die Wälder zu fahren und kräftig ein und auszuatmen.
Ich setz mich jetzt noch etwas in den Garten und dann wieder früh ins Bettchen.
Morgen geht’s endlich ans Meer jippey!


































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































Weil die letzten Tage schon vermehrt die üblichen Fragen kamen, wie „Wann geht es los?“, „wie lange bist du unterwegs“, „wieviele Kilometer“, „und wo übernachtest du?“… will ich heute mal einen kurzen Überblick geben und meinen Blog wieder zum Leben erwecken.








































































































































































































































