Tag 10: Greve bis Radsted 115 km

Heut war ich wieder früh wach und bin vor 8 Uhr losgefahren. Es sah allerdings stark nach Regen aus 😦 bin trotzdem ohne Jacke losgefahren. Weil warm war es irgendwie trotzdem. Geregnet hat es den Tag über nicht wirklich. War eher schwül, weil sehr oft die Sonne raus kam.

Mein weg war heute eigentlich die ganze Zeit nur gerade aus. Genau bei der Hälfte wollte ich den Waldturm besuchen. Auf dem Weg dorthin fuhr irgendwann sehr langsam ein Marshall neben mir. Ich so: Panik! Was hab ich jetzt schon wieder angestellt? Nix eigentlich. Fahre auf nem Radweg. Plötzlich fahren 30 Rennradfahrer an mir vorbei. Inklusive Begleitfahrzeug… puh. Hielten kurz für ne pinkelpause an sodass ich vorbei ziehen konnte. So nach 5 km hatten sie mich wieder ein.

Es ist echt windig. Und ich bin scheinbar neben den rennradlern die einzige, die gegen den Wind fahren muss. Hab sehr viele Radreisende die mir mit Rückenwind entgegen kamen. Zwei größten sogar Schon aus der Ferne energisch winkend. Dass sich Radreisende grüßen ist eigentlich ein leises HighFive. Weil wir erleben halt geile Momente die uns keiner nehmen kann. Der Gruß sagt quasi „hey ich weiß wie es dir geht, mach wieder so du coole Socke! Da draußen warten noch massig Abenteuer auf dich!“

Mitten auf der Strecke hat mein Handy mal wieder nen Clown gefrühstückt. Spielte die Zufallswiedergabe plötzlich „jetz jeiht et Widder AJUJAAAA!“ herrlich! Und direkt Grinsekatzenmodus 🙂

Das Adventure Camp war ein bisschen ab von der Straße. Ich hatte beim navi irgendwie noch nen Umweg dorthin drin, weil ich Hausnummer 9 statt 9a eingegeben hatte. Turmbesteigung kostet 150 Kronen. Der Weg dorthin ist wundervoll entspannend über einen Pfad mitten durch den Wald. Super schöne Atmosphäre. Dazwischen kann man in den Baumwipfeln auch klettern. Wollt ich aber nicht. Ist irgendwie schöner als Panabora angelegt finde ich. Tolle Aussicht und so früh morgens noch nicht überlaufen. Ich schätze später aber schon. Auch hier eher keine Touristen anzutreffen.

Und dann ging es weiter die Straße entlang. Bis ich in einem Ort ankam wo ich dacht nanu hier warst du doch schon mal. Na klar! Vor 3 Jahren auf meiner ersten Dänemark Tour. Auf der Rücktour Richtung Fehmarn. Sicher war ich dann als die große Brücke kam. Damals meinte ich schon dass die irgendwie so DDR Charme hat und gut nen sozi Zuschuss für ne Sanierung gebrauchen könnte. Immer noch genau so marode irgendwie… gut 3,5km lang. Schon sehr beeindruckend. Aber auf so ner Brücke merkt man Wind immer noch was stärker 😦

Ich wusste noch genau wo ich auf dem Weg zur Fehmarn Fähre nen kleinen durchhänger hatte und n Energiepülverchen einschmeissen musste. Verrückt. Diesmal hab ich sowas gar nicht dabei. Die letzten 6 km waren irgendwie sehr sehr schleppend. Aber ich hab’s geschafft.

Hotel liegt etwas abgelegen. Gott sei dank dass ein sehr liebes Paar aus der Nähe von Amsterdam vor der Tür und hat mir gezeigt wo ich den Schlüssel und co finde. Haben kurz ein bisschen gequatscht und bevor ich in die Stadt fahren wollte um was zu essen zu kaufen, kam sie zu mir und fragte ob ich die Hälfte von ihrem Obstsalat haben möchte weil sie nicht alles schafft. Super lieb. Habe ich gerne angenommen.

Bin dann erstmal zum super Brugson und hab was zum Dinner eingekauft.

Als ich zurück kam saßen die beiden noch da und ich hab mich für 2 Stündchen dazugesetzt. Sehr gesellig haben uns gut unterhalten. Sie kommt ursprünglichstes Finnland. Und die beiden sind unterwegs nach ganz ganz weit oben um dort auf einem Schiff Riesenkrabben zu Fischen. Krasse Nummer. Bin gespannt auf die Bilder davon. Wir sind jetzt auf Facebook verbunden 😉 und das beste: meine Kette ist etwas zu ölig irgendwie. André, also der Niederländer, ging sofort zum Auto und holte ein altes Schmutztich für. Ich womit ich die Kette reinigen konnte. Und für den Rest der Tour haben sie es mir dann geschenkt. Dä!

Jetzt noch duschen und was essen und dann ist Tag 10 auch schon wieder rum. Übrigens: heute habe ich die 1000er Marke geknackt. 1.100km in 10 Tagen gefahren. BÄÄM!

3 Kommentare zu „Tag 10: Greve bis Radsted 115 km

  1. Hallo Vera,
    Ich finde es fantastisch was du so auf deiner Tour erlebst und es macht wirklich Spaß mitzuverfolgen was so passiert. Werde beim lesen deines Blogs neidisch weil ich mir so eine Tour nicht mehr zutraue. Schade eigentlich..,
    Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß und lass uns an deinen Erlebnissen weiter teilhaben. Gruß Uwe „Körriewoosch“

    Gefällt 1 Person

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