TSG 11: Agon Coutainville nach Caen (114km)

Die Nacht war warm. Ich hatte das Fenster offen, wo in der Theorie auch Leute hätten einsteigen können. So Gedanken sind nicht gut wenn man schlafen will. Ich bin allerdings, während ich den Bericht geschrieben habe, eingeschlafen, dann wieder aufgewacht und dachte mir so oh Fuck, ich hab den Bericht noch nicht fertig geschrieben und das hat mich bisschen gestresst. dann hab ich mir gedacht so ja what the fuck ich schreib ihn  halt erst morgen fertig. Ich hab mich dann für den Mittelweg entschieden und hab fertig geschrieben aber die Bilder noch nicht hochgeladen. 

Ich hab gestern 16.000 Schritte gemacht. 90 km Fahrrad gefahren, dann noch im Meer rum geplanscht. Irgendwann geht da jeder Körper mal aus und von daher ja ist es dann wie es ist. Ich hab den Wecker noch mal auf schlummern gestellt. hab mich aber selbst ein bisschen unter Druck gesetzt weil ich wusste dass der Tag so hart wird und dann irgendwann aufgestanden und hab aus gecheckt gepackt und war trotzdem kurz vor acht dann auf dem Bike. Hab dem Meer noch mal auf Wiedersehen gesagt, weil ich es heute am Tagesziel nicht sehen werde. Hab mich dann auf den Tag eingelassen, der mich im Vorfeld schon sehr lange gestresst hat, weil ich wusste es sind viele Höhenmeter und viele Kilometer ohne großartige zwischziele die man hätte anfahren können oder ein Bahnhof oder Bus als Möglichkeit. 

Hab drauf vertraut, dass mein Körper noch fit ist. Und er war es. Gab am Anfang irgendwo nen Abzweig wo ich dachte ok Bundesstraße ist entspannter aber schöner ist wohl die andere Route. Hin und her überlegt und dann gedacht Scheiß auf Bundesstraße. Der Gefanke es zu bereuen trat schnell ein aber dann gab’s kein zurück mehr. Diese Situation hatte ich heut 2x und es war gut wie ich es gemacht habt. 

Ansonsten war heut echt viel Einsamkeit. Ich hatte vercheckt dass wir wieder Sonntag haben. Es gab 2 Gelegenheiten für nen Tabac Stopp morgens und ich dacht ne Quatsch da kommt noch n richtigen Supermarkt. Nope! Der kam erst 2km vor Ziel. Ich hatte 2,5L Getränk dabei. Das war sehr knapp. Wie kann es sein dass jeder Ort ne Kirche hat aber keinen kleinen Shop? Unbegreiflich. Gestern war Mega als die Dame mir sagte dass ich den rechten Abzweig nehmen soll wenn ich was zutrinken möchte. Brauch ich jeden Tag so ne Insider Info. In Dänemark kein Problem sonntags, da hat jeder piss Ort nen offenen Supermarkt.

Ich Steck mir eigentlich immer so Ziele. Hier hakt ich an um zu trinken hier um zu essen, da um mir was anzuschauen. Anschauen gab es heut nicht. Aber ich wäre in Coutance gern ne Runde gebummelt, sah nett aus. Letzten Endes  hab ich erst nach 47km Pause gemacht. Kurz bevor die Mega Steigung kam. 

Ich fahre hier viele Wege wo ich denke hä hier war ich doch gestern schon. Aber natürlich nicht. Generell hab ich aufm bike auch oft Flashbacks wo ich denke hier sieht es aus wie die eine Straße in Schweden oder Dänemark etc. Hab ich hier sehr oft. Allerdings hätten  da die Supermärkte auch sonntags geöffnet. 

Keine Ahnung was dass soll, aber ich hatte unterwegs auch wieder nur begrenz Netz. Konnte eure Nachrichten empfangen aber Nix posten. Nervt tierisch. 

Ich schwitze diesmal auch anders. Irgendwie rieche ich nach frischem Brotteig, was mich komplett irritiert. Aber lieber so as la stinke Schweiß 😅

Ich bin jetzt fürs Protokoll in der Normandie. Lieb es jeden Tag woanders zu sein. Auch wenn mich das oft hart verwirrt. 

2km vor Ziel gabs übrigens nen supermarche. Da war mir der Durst dann auch vergangen. 

Hotel ist cool. Konnte auch früher rein. Das einzige was fehlt ist ein Stellplatz fürs Velo. Hoffe es ist morgen noch da. Oder gleich. 

Ich hatte Durst ohne Ende, aberdtatz erst mal was zu trinken mach ich Sightseeingtour. Top Frau D. Aber beeindruckend die Stadt. Ist ja noch viel größer als das was ich mir hier anzuschauen schaffe. Aber die alten Gemäuer sind schon stark. Irgendwann hatte ich dann auch endlich nen Supermarkt gefunden der sonntags geöffnet hat. Ohne Wasser für die Nacht mach ich gar nix. 

Hab ne Bierbar gefunden und da mein Belohnungsbier gegönnt. Dann weiter zum Chateau und einmal drauf gekraxelt.

Fürs Essen hatte ich mir was ausgesucht auf dem nächst gelegenen Platz. Gibt ein typisches Menü Angebot. Find ich super. Die Kellnerin ist ja bei meinem Tisch geblieben als ich meinte ich würd mal zur Toilette gehen. Sehr nett. 

Als ich eben durch die Stadt gelaufen bin waren da 3 Trillionen Bars wo ich dachte hey hier gibts bestimmt ein cooles Nachtleben.

Ich fand die Strandbad gestern auch echt mega. Total chaotisch aber irgendwie auch einfach lässig. Innen wird gegrillt auf offener Flamme, draußen sitzt man am Strand auf Getränkekisten und bekommt nen großen Topf Muscheln serviert. Lieb ich maximal. Würde heut auch gern ins mehr, grad wirds aber irgendwie frisch. Morgen ist der Tag der Tage. Kilometer und Steigung egal. Das Ziel pushed genug. 

Übrigens: heut ist die 1000er Marke gefallen. 1082km sind eingeloggt. Da geht noch was.

Tag 5 – von Chalonnes-sur-Loire nach Le Pellerin (93km)

Wie man das halt immer so plant, war ich um 6:00 wach, wollte aber das bequeme Bett nicht verlassen. Nach 3 Nächten auf harten Betten mit permanentem Juckreiz, war es endlich mal entspannt. Hab dann noch bisschen geschlummert, die Route gecheckt, Ultra langsam eingepackt und bin dann letzten Endes doch erst um kurz vor 8 los.

Mega schön die Loire bei Sonnenaufgang. Entlang von Sonnenblumenfeldern bin ich in den Tag gestartet. Die Route war überwiegend flach. Aber die ganze zeit an der Loire entlang. Teilweise bisschen eintönig, aber irgendwie auch gut für den Kopf. Da ich kein Proviant hatte, war mein Plan irgendwo anzuhalten. Im ersten Ort dacht ich ach ne ich fahr noch weiter. Bin dann 37 km gefahren und hab dann in einem sehr schönen kleinen Ort angehalten wo es eine Art Markthalle gab. Energy Drink und Banane haben neue power gegeben. 

Die Strecke war viel über Schotter und sandwege weshalb mein bike und ich komplett eingepudert sind. Es fährt sich auch nicht so geschmeidig darauf. Gibt halt gute Fahrbeläge und weniger gute. So richtig glatter Asphalt rollt halt endgeil. 

Mir ist ein Mann begegnet mit ner schwarzen Nase. Beim Näherkommen hab ich gesehen dass es ein Nasen Sonnenschutz ist. Da musste ich mal kurz überlegen ob ich meine Nase ausreichend eingeschmiert habe heute Morgen.

Ein anderer Herr hatte nen Eisstiel im Mund aber riss die Arme und Daumen hoch um mich anzufeuern. Sehr süß. 

Dennoch: ich bin erstaunt wie wenig hier wirklich englisch sprechen. Vor allem die jungen. In Nantes war ein bikepacker und der sprach only french. Hat irgendwas komisches gefragt was ich nicht verstanden habe und auch er genierte sich englisch zu versuchen. Versteh ich nicht. Seltsam. 

Bin in Nantes mal im chateau rein und durch die Innenstadt geschlendert. Hier braucht man glaube ich auch 2 Tage um alles zu sehen. Hab mich in nem Park hingesetzt und Rast gemacht für die letzten 17km. 

Heut war es gefühlt weniger heiß. Thermometer sagte 30 Grad. Reicht aber auch wenn man dabei strampelt. Schlimm ist immer das Anhalten. Dann läuft einfach alles runter. Heute gab es viele Schatten Wege durchs grüne, daher auch besser auszuhalten als gestern.

Heut waren wieder viele Schlösser und Burgen. So wie jeden Tag hier eigentlich. 

In Nantes wär ich unheimlich gern in die LU Keksfabrik gegangen. Keine Ahnung ob man das überhaupt kann. Ich hätte nix mitnehmen können und alle Klamotten mit rein wäre auch blöd. Aber wenn das geht muss ich es irgendwann machen.

Beim Rausfahren aus Nantes er so ein öffentlicher botanischer Garten mit Wasserfall. Da kamen dann Familien mit ihren Mäckes Tüten hin und haben Mittag mit den Kids gemacht. Total schön angelegt. 

Die letzten Meter gestalteten sich heute wieder mit einer Fähre. Diesmal etwas größer. Fährt den ganzen Tag hin und her und ist für Radfahrer umsonst. Rüber gesetzt und dann waren es nur noch 600 m bis zur Unterkunft. Die hatte mir schon Hinweise geschickt wo der Schlüssel liegt und co. So konnte ich schon vor 15 Uhr rein. War zuerst irritiert weil ist quasi ein Kellerraum. Bier nett eingerichtet. Manche Türen waren verschlossen wo ich schon Panik geschoben habe ob da nachts jemand zu Besuch kommt. Stellte sich aber heraus dass es eine sehr nette Inhaberin ist die später noch mal kam und mir lies erklärt hat. Hat auch extra den Übersetzer angeworfen um mich zu fragen ob ich eine bin voyage hatte. Frühstück steh auch schon für morgen früh parat. Sehr sympathisch. Mein bike konnten wir in die garage schieben, da steht es besser als bei mir drin. 

Hab schnell geduscht und mich dann endlich mal um ein gutes Restaurant gefreut. Leider zu früh. Hatte mittags überlegt ob ich reservieren soll. Kam ich an und ja die kannst da oben ihren, aber bitte innerhalb der nächsten 15 min bestellen weil wir sind komplett ausgebucht… hier in dem Kaff, ist klar. Der Oberkellner lief auch mit Walkie-Talkie im Ohr rum. Richtig affig für die Location. War dann schon genervt dass ich nicht in Ruhe essen durfte. Kam auch alles Schlag auf Schlag. Dabei bekam ich ber kein Getränk mehr. Wenn die nix verkaufen wollen, nicht mehr Problem. Die Pommes waren komplett laff, teilweise halb roh. Wasser habe ich gar nicht erst bekommen und der Lachs in der Vorspeise war alles andere als liebevoll zubereitet. Immerhin gab es noch die Nachfrage ob ich ein Dessert möchte. Hab mich stattdessen dann endlich für ein Getränk entschieden. Obwohl ich eigentlich gehen wollte und denen nicht noch mehr Geld reinwerfen wollte. Der Typ mit Stöpsel im Ohr und iPad geht mir auf n Sack. Wie kann man so rumstressen? 

Obwohl ich eigentlich nur rohen Fisch gegessen habe bin ich allerdings super satt. Die am Nachbartisch machen es allerdings richtig. Die gehen scheinbar noch Pizza essen. Hätte ich auch mal besser. 

Hab heut übrigens mehrere Mini Eidechsen gesehen. Man merkt dass sich was ändert je weiter ich Richtung Westen komme. Auch der Duft ist anders. Liebs durch die Wälder zu fahren und kräftig ein und auszuatmen. 

Ich setz mich jetzt noch etwas in den Garten und dann wieder früh ins Bettchen. 

Morgen geht’s endlich ans Meer jippey!

Tag 9 : Finale! Köln bis Calais/ 120km Gent bis Köln

Auf gehts in den letzten Tourtag zum Grande Finale. Mucho motiviert sähe anders aus aber gut. Freu mich aber schon irgendwie wieder auf zu Haus, auch wenn ich dann erstmal mit dem kurzen Stillstand zurecht kommen muss. Die Nacht war Strange, hab etwas über die Strenge geschlagen am letzten Abend und nach der Erschöpfung das Starkbier ballern war keine gute Entscheidung…

Bin erst um 9 los. Wieder ohne Kaffee, weil… jetzt hab ich es selbst erlebt… ich glaub jemand hst seine Unterhosen im Wasserkocher gewaschen. War voller Flusen und Sand. Hab mich also dagegen entschieden. Es war sehr anstrengend. Ich war eigentlich gut drauf, nix tat weh und die Beine funktionierten. Aber wenn die Sonne weggeht und wind dazu kommt und du die ganze zeit die restliche Strecke im Kopf hast kickt das manchmal übel rein. Ich versuche immer weniger auf den Tacho zu achten aber macht man zwangsläufig. 

Bis zur Fähre ging es eigentlich. Ich hab heut morgen erstmal 15 Minuten damit verbracht wie ich die Route abkürzen oder schöner machen kann. Sie wurde immer länger und dazu fühlte ich mich nicht gereicht. Ich ließ es wie es ist. Und der PArt durch Belgien war wieder super schön. Wenn in Belgien Bundesstraße steht ist trotzdem für Radfahrer ein super weg vorgesehen. Auch ein toller neuer Belag. Das ist so ne Sache für sich. You know when you know. Es gibt mega Beläge und driss Beläge. Da rollt es einfach nicht. Erfahrung kickt. Hier alles tutti. Auch ne mega Abfahrt durch ne Baustelle. Ich hatte teilweise 40km/h Abfahrten heute. War ja die Strecke mit den meisten Steigungen. Aber da muss man sich auch erstmal hochschrauben, völlig klar. 

Die Fähre fährt die ganze zeit auf 20m Mini Flussbett hin und her. Fußgänger und biker free. 

Ich hatte gestern keinen Ingwershot und  auch keinen Apfel für die letzte Etappe gekauft. Hab in Sittard angehalten und kurz geshopped … mit der Auflage wie immer Nix unnötiges bitte weil muss man alles transportieren. Und ich hatte schon das Bier von gestern on top. Hatte das falsche gekauft ich depp. Egal wird auch getrunken. Aber das blonde wäre besser gewesen. 

Hab heut alles reingeballert war ging. Normalerweise konsumiere ich recht wenig auf tour, weil ich 1. nicht weiß wie ich’s vertrage und 2. so träge davon werde. 

Wenn man die Hälfte erreicht hat macht sich innerer Frieden breit. Dann denkt man ok das kann ich schaffen. Irgendwie bei Geilenkirchen kam ne schwarze Wolke und ein kleiner Platzregen. Später bei Jülich nochmal. aber nicht so dramatisch. Bin weiter gefahren. War aber schwer zu entscheiden was war zu warm und was zu kalt an Kleidung. War auch komplett durchgeschwitzt. 

Überigens ne ganz schlechte Kalorienverbrauchsbilanz. Wer mit wenig reingeht, verbrennt auch viel weniger. 

Jedenfalls wars ein super Gefühl als plötzlich Köln auf dem Wegweiser Stand. War ich kurz bisschen emotional. Hab durchgezogen. Auf der Aachener… standesgemäß weil wir von Benelux kommen… war ein Dixi da hab ich kurz angehalten, weil mein Plan war wie immer am Gaffel am Dom kurz einzukehren und da kann ich mir Bike und Gepäck nur draußen sitzen. Oder auch nicht, weil gab keine Aussengastro 😦 Hab kurz Fotoaction am Dom gemacht und bin dann nach Haus. Auch deshalb fahr ich nur noch im Sommer. Das ist komplett Tradition. Wollte aber jetzt nicht das ganze Gepäck abmachen und reingehen. Weil hier sind wir nicht mehr in Belgien, Holland oder France wo man alles draußen stehen lassen kann. Das wäre einfach weg gewesen hier in kölle. 

Außerdem war ein Riesen Auflauf an Kurden oder so. Alle in so bunten plastikkleidern und irgendwas hab’s zu feiern. Die Stadt war voll. War froh als ich zu Hause war. Alles hochtragen war bisschen anstrengend aber bin direkt in die Wanne. Bestell mir jetzt noch ne Pizza und dann ist erstmal gut.

Tag 5 – Köln bis Calais/ 78km Fort Grand Philippe bis Dunkirque

Irgendwie ist ja immer an einer Stelle der Wurm drin. Angefangen damit dass der Ort komplett ausgestorben war und es kein frisch gezapftes Bier für mich gab… dann Abends noch die Hiobsbotschaft: Bindehautentzündung… Wenn die scheisse aus meinen Augen quillt ist es nicht gut. Hatte ich zuletzt im Dezember und deshalb hab ich mich gefeiert, dass ich die Antibiotika Tropfen eingepackt hatte. Bin um 23 Uhr schlafen gegangen ohne Film oder Serie, nix mehr. Ruhe für die Augen und die Seele. 

X Mal die Nacht aufgewacht wegen Husten. Hab irgendwann Paracodin Tropfen genommen weils nicht anders ging. Geschwitzt ohne Ende. Aber die Tropfen scheinen zu helfen. Morgens musste ich erstmal alles in Schuss bringen in der Wohnung. Müll zusammen suchen der weggebracht werden musste, alles einpacken, fertig machen. Das Haus ist irgendwie automatisch gesteuert. Die Heizungen gehen zu einer bestimmten Zeit an und aus. Im Bad war die Heizung einfach konsequent kalt. Wer macht denn sowas? 

Ich hatte bisschen Respekt davor heut loszufahren. Augen soweit ok aber nicht perfekt. Der Wind war heftig gemeldet. Aber die Richtung Calais war noch einigermaßen entspannt. Natürlich standen da angekommen nicht mehr diese bunten Fahrräder wie sie mir bei Komoot angezeigt wurden. Das hätte ein schönes Bild gegeben. Vermutlich nur für Olympia. Da sah man noch einiges was darauf hindeutete. Hab ich ja gesuchtet. Wäre gern auch irgendwo hingefahren um es mir live anzuschauen. 

Jedenfalls dacht ich mir ich fahr nicht noch die Route am Stand lang sondern spar mir die Kilometer weil ich ja weil dass der wind in die andere Richtung noch extremst anstrengend wird. Also bin ich nur kurz zum Strand bzw. zur Leuchtturm Brücke und dacht ich spinn. Läuft da ein gigantöser Dinosaurier wo Touristen drauf platz nehmen können. Hä!? Aus dem nix erschienen und 5 Minuten später war er wieder verschwunden. Macht keinen Sinn, aber Leute scheinen dafür Geld auszugeben. 

Ich fand Calais sehr schön, irgendwie englisch Style. Aber es war wieder mal zu kalt für alles. Stand immer im krassesten Wind. 

Während ich ich das hier schreibe bin ich sehr glücklich dass ich in Brügge einen Hoddie gekauft habe. Hab heut so viel geschwitzt hätte niemals in meinen Bike Klamotten losziehen können.

Übrigens, die Problematik mit dem Ort gestern. Glaub hab ich nicht geschrieben. Der Canot fährt erst ab April wieder. Glaub hier ist generell alles noch im Winterschlaf. Überall. Wäre unheimlich gern übergesetzt. aber naja. Couscous und Bier war auch ok.

Also nach Calais hab ich die Route kurzerhand umgeplant und bin die Route gefahren die als Radweg deklariert war. War ganz nice.Aber mein Komoot Navi hat’s nicht gecheckt. Musste neu starten, die alte Bitch. Zurück bin ich aber wie geplant näher am Meer vorbei. War ein Fehler, weil komplette Schotterstraße mit Löchern drin. Musste einfach alle paar Zentimeter ausweichen. Schneller wäre gegen den Wind aber auf der Hauptstraße gewesen.  Den Rest der Strecke hatte ich auch umgeplant. Wollte nicht wieder über die Schnellstraße und an den Zelten vorbei. Bin dem offiziellen Radweg gefolgt. Bei dem Wind war eh alles egal. Hat aber gepasst. 

Hätte mir im Hotel ne Badewanne und ne Bar gewünscht. Leider weder noch. Naja. Der Typ an der Rezeption war interessant. Buntes Haargummi Nagellack und sehr kommunikativ. Mein Bike durfte in einen leeren Saal. Ist ja ein Kongresshotel. Bar gibts wohl nicht aber egal. Bin dann kurz zum Supermarkt wurde 3x angelagert auf dem weg dahin. Hab nur Wasser un Kekse gekauft. Bier wie immer nicht gekühlt. Dann in ne Bar, aber die macht erst um 18 Uhr auf. Hab in der Sonne vor der Tür gewartet. Erste drin heiß erstes Bier. War aber selfservice musste ich erst lernen. Toller Laden. 15 Bier vom Fass. Studentenviertel. Hab 3 Bier getrunken und ne Bol de Frommage. Haben die mir hier direkt nen Selleriesalz Streuer zu angeboten. Okay… gute Biere, aber direkt too much. Warum fragt hier jeder „Are your sure“? Wenn ich Trinkgeld geben möchte? Ihr macht nen guten Service also gebe ich Trinkegeld… where is The Problem?

Kurz ins Hotel die Einkäufe wegbringen und wieder los. Hätte mir ja ne Badewanne gewünscht  aber naja…

Hab einen Tisch in einem Restaurant gebucht. Mach mich jetzt auf den Weg.

Übrigens sehr auffällig: Seit Tagen finde ich Gendarmerie und Militär hier sehr präsent. Was ist da los?   Die stehen an jeder Ecke…. Einerseits beruhigend andererseits beängstigend.

Hab einen Tisch im Restaurant „Le Protocolle“ nebenan gebucht. Kann den Laden nicht einordnen. Einerseits Fine Dining andererseits Sportsbar. Wollte eigentlich Crevetten und Austern bestellen aber hab mich im letzen Moment dagegen entschieden. Bin jedenfalls nicht die einzige die hier alleine sitzt. 

Was ne absolute Unart der Franzosen ist: Stilles Wasser. wer trinkt sowas freiwillig? Und generell sind die hier super unfreundlich zu Fahrradfahrern und generell. Ich bin gern in Südfrankreich aber hier ist irgendwie Eiseskälte gegenüber Touristen. How can this be? 

Jedenfalls hab ich in meinem Zimmer eine Extra Tür die verschlossen ist. Denke mal ich bin im Eltern Zimmer und könnte aufschließen für die Kindern. 

Übrigens: was soll das eigentlich dass Fahrradwege hier grundsätzlich keine „Auffahrt“ haben? Zero abgeflachte Bordsteine… I dont get it. 

Mein Hintern hat es zwischenzeitlich akzeptiert dass wir jetzt auf Tour sind und zickt nicht mehr rum.

Das braucht manchmal paar Tage aber dann ist alles gut.

Die Familie neben mir hat was sehr komisches bestellt. Besteht eigentlich nur aus Käse und dadrauf ein Spiegelei…. Okay. Die Franzosen killen mich mir ihrem essen. Generell mit allem. Bin froh wenn ich zurück in Belgien und Niederlande bin. Gut morgen ist der Plan dass ich mir direkt 3 Grenzen gebe… mal schauen wie das klappt. Zu viel Wind für zu viel Kilometer.