Tag 3 – Esbjerg bis Hvide Sande (110km)

Heute war mein Lieblingstag, weil mein Lieblingsort auf dem Plan stand. Ih war relativ früh wach. Die Nacht war aber sehr unruhig. In dem Bed & Breakfast wat die ganze Nacht Action. Um 4 hörte es sich an als ob Handwerker irgendwas räumen würden. Generell alles sehr hellhörig. Und das Bett war sehr schmal, sodass ich mich die ganze Nacht hin und her gedreht hab. 

Als ich morgens die Jalousie hochzog – Regen. Allerdings kam auch direkt noch Sonne dazu. Ich ging erstmal Frühstücken. Die Dame die das Breakfast zubereitet hat schaut mich an und meinte „oh you Look Sporty!“ Ich wollte schon sagen ich seh nicht nur so aus haha. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Wollte eigentlich um 8 los, wurde dann viertel nach. Dafür war es dann trocken. Allerdings noch frisch, deshalb fuhr ich mit Jacke.

Bin nicht an den weißen Männern vorbei sondern über Tarp durchs Hinterland. Vor Ho durch Naturreservat, wo ich schon öfter durchgefahren bin. Letztes Jahr habe ich dort übernachtet. War eine schöne Unterkunft. Heute jedoch nicht mehr frei gewesen bzw. Passte von der Entfernung nicht in den Plan. War schon ziemlich windig, aber ich hb reingetreten damit ich zügig nach Blavand kam. Um 10 fuhr ich nach 40km in den Ort. Gestern bin ich erst nach 10 losgefahren. So kann’s gehen. 

Mein Navi so: fahr dort hoch…

Ach man ich würde gerne länger genau dort bleiben. 2 Stunden sind zu wenig. Bin direkt zum Leuchtturm durch. Erst Fotos gemacht dann eine Ticket gekauft für hoch. Dürfen gerade nur 15, also 20 min. Wartezeit. Bin noch ne Runde auf die Düne solange. Ich glaube rund um den Leuchtturm habe ich mir 3x die Hände desinfiziert, weil überall darauf hingewiesen wurde. Die Dänen setzen viel mehr auf Desinfektion als auf Aerosol Eindämmung. Wirklich alle Läden haben vorgesorgt. In Köln gibt es nur noch in den wenigsten Läden Desinfektionsmittel am Eingang. 

Bin dann einmal kurz hoch und danach noch zu unserem Strand mit den Pferdebunkern. Einmal Schuhe aus und ins Wasser musste auch sein. Kurz noch ein Äpfelchen gegessen und dann auch schon wieder weiter. Eigentlich wollte ich in Vejers oder Henne noch halten, aber über mir hingen Regenwolken, welche dann auch tatsächlich aufplatzte als ich gerade im Heidegebiet war. Also keine Möglichkeit unterzustellen. Naja. Ich liebe es übrigens dass es hier so mega gut nach Heide, Tannen, Sand und Meer riecht. Hab die ganze Zeit sehr tiefe Atemzüge genommen :-p 

Bin dann direkt weitergefahren Richtung Fjord. Auf dem Weg dahin war es schon sehr windig, deshalb hatte ich ein bisschen Angst wie es dann da unten wird. Eigentlich war der Plan auf der Straße zu fahren, bin dann aber doch auf den Radweg weil der so schön neu betoniert war und genau an der Straße langlief. Jetzt fragt ihr was ist daran besonders, das tun Fahrradwege immer. Ja… aber hier am Fjord kannte ich nur die Vestkystroute wer durch die Dünen im Slalom auf Schotter. Der schöne Weg hörte irgendwann auf und wurde genau dazu… Einerseits schön, andererseits viel schwerer zu fahren und durch die ganzen Kurven auch viel länger. Die eingesparten 5km hatte ich also durch die Wahl der Fahrradroute wieder drin. So 6km vor Heide Sande wurde der Weg wieder schön. Meine Knie sind aber durch das Ankämpfen gegen den Wind echt hinüber. Deshalb sehnte ich das Ziel herbei. Heute übrigens schon das zweite Mal eine Luft und Reparaturstelle für Bikes gesehen. Mitten in der Pampa. Die Dänen denken mit.

Bevor ich ins Hotel fuhr, musste erstmal ein Fischbrötchen her. Weil hier ist man direkt an der Quelle. Nebenan das Fisch-Auktionshaus. Früher lagen hier immer Haiköpfe vor der Tür. Als Kind wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte, aber irgendwie wars cool. Gab ein großes warmgeräuchertes Lachsbrötchen und dazu ein Bier aus der Brauerei nebenan. Sehr lecker. Mir war richtig kalt durch den Wind. Bin dann schnell ins Hotel. Meine Zimmerkarte hing schon am Board. Mein Bike hab ich aufm Hinterhof angekettet. Hoffe es steht morgen noch da. Gab keinen an der Rezeption um zu fragen ob es ne Garage gibt. 

Bin dann noch mal raus um Getränke zu kaufen. Und eigentlich hatte ich mich schon seit Tagen darauf gefreut hier Abend frischen Fisch essen zu gehen. Vor dem Fischrestaurant stand schon als ich aus Hotel rauskam ne lange schlänge. Bin kurz einkaufen. Danach war sie noch länger. Hab mich trotzdem mal angestellt. Leider wurden fast alle wieder weggeschickt, weil 45 Minuten Wartezeit, gibt keine freien Tische. Dabei war das Restaurant echt riesig. Bin rüber zu einem anderen Restaurant. Das war aber so ein Edelschuppen. Die Pizzeria hatte eine sehr komische Karte, sprach mich nicht an. Die Fisch-Räucherei hatte mittlerweile auch schon zu. Also ging ich nochmal zur Fischbude und hab mir noch ne Pommes mit Schollenfilets und Remoulade reingezogen. Hab ja genug Kalorien heute verbrannt. 

Softeis hätte ich eigentlich auch gewollt, aber erstens wars schon sehr frisch und zweitens wollt ich ja noch was richtiges essen. Normalerweise schreibe ich den Bericht immer beim Essen. Hier war der Tisch aber so üsselig da wollte ich mein Macbook nicht auspacken. Ausserdem sehr unentspannt. 

War eigentlich ne schöne Tour heute. War richtig froh dass in Blavand die Sonne so schön schien. Meist ist auf meinen Touren genau da scheiss Wetter. Danach war es schon kalt und teilweise nass, aber das war mir dann egal. Morgen steht die längste Tour an. Bin gespannt wie weit ich komme… 

4 Kommentare zu „Tag 3 – Esbjerg bis Hvide Sande (110km)

  1. Das ist ja witzig, dass Du da immer selbst eincheckst und niemanden vorfindest :-D, aber irgendwie auch herrlich sympatisch und unkompliziert. Die tiefen Atemzüge kann ich total nachvollziehen – das mache ich auch immer, wenn die Luft so toll ist. Weiterhin gute Fahrt!

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