Das war’s – Abschlussbericht

(Tag 14 folgt nachher noch ist nicht vergessen, weil auch interessant)

Das war sie – C’est la fin du Tour de France – eigentlich auch ne Tour Eifel weil hier war ja Start und Ziel (wat ein Wortwitz, ich weiß). 

Endlich mal wieder ne 2 Wochen Tour. Hab ich mir gefühlt ewig schon nicht mehr erlaubt. 

Frankreich schwirte mir schon so lange im Kopf, also sollte es jetzt so sein. 

Aus eigenem Antrieb Ziele erreichen ist mein Mantra. Ich kann alles schaffen wenn ich es mir nur fest genug vornehme. Und für mich die wohl schönste und entschleunigenste Form zu reisen. 

Unzählige Örtchen, viele grüne Wege, tolle Landschaften, geiles Meer, nette Menschen, viele Berge ohne Tunnels 😜. Teilweise ging’s einfach senkrecht hoch. Menschen mit Rennrädern und ohne Gepäck würden lachen, dass ich das überhaupt Steigung nenne. Aber  die sollen sich erst mal auf mein gepacktes bike setzen und das nachmachen. Normalerweise sind Tagesetappen über 100km auch normal auf Tour, hier machte es das hoch und runter etwas schwer zu kalkulieren wie viel gehen würde pro Tag. Aber ich hab jeden einzelnen gerockt ohne Bus und Bahn. Teilweise komplett zerstochen, übermüdet und bei 39 grad durch die pralle Sonne. Klingt komisch, war aber geil.

Ach ja und was ich noch gar nicht erwähnt hatte: mein Bikeshop hatte mir einen Tag vor Abreise gesagt mein schaltauge sei verzogen. Wäre ne sollbruchstelle und könne mitten in der Pampa wegbrechen. Ich soll lieber Ersatz mitnehmen. Schaltauge what? Gab es so kurzfristig natürlich nicht. Und bei dem vielen schalten bei Aufstieg dacht ich jedes Mal: gleich bricht es weg und dann steh ich hier. Hätt ävver joot jejange. 

 

Was ich bisschen schade fand war, dass in so vielen Orten alles verlassen war. Über den Sommer fliehen alle. Wohl auch durch die Brände teilweise bedingt, von denen ich nix mitbekommen habe. Aber wenn ein Ort weder Gastro noch Lebensmittel Laden geöffnet hat oder überhaupt keine besitzt dann ist es für mich immer anstrengend noch Futter nach dem Tag aufzutreiben, was mich schnell mürrisch stimmt. Google sagt einem auch nicht alles in der Hinsicht, wenn keine Aktualisierung erfolgt. Sonntage sind komplett tot, wenn man nicht gerade in Paris ist.

Wenn es mal nen supermarxhé gab, hatten die da la Rue die Ruh. Wenn man sich in Geduld üben möchte geht man in einen französischen Laden. 

So viele Schlösser und Burgen aber keine einzige Prinzessin auf dem Weg gesehen. Beeindruckende Bauten und Anwesen. Teilweise richtig imposant. 

Was es überall gibt sind „voie verte“. Die Grüngürtel für Radfahrer und Fußgänger. Fand ich super. Hat mich aber auch oft an der Stadt vorbei geleitet wo ich eigentlich dachte könnt ich mal schön durchfahren. 

Mein Highlight war der Tag rund um Mont Saint Michel. Stand schon immer auf meiner Bucketlist und wenn dann auch noch Colorama zufällig stattfindet dann ist Frau Drewke komplett verzaubert. Schon die Tour dahin war super schön mit der kleinen Austern Bar auf dem Weg, tolles Wetter, schöne Strecke. Würd ich noch mal so fahren. Und ja es ist viel Gewusel, aber um 18 Uhr kommen und dann in die abendliche Sonderöffnung gehen war ein Glücksfall sondergleichen. Falls jemand weiß wo ich die Musik davon herbekomme bitte melden. Das ganze mal live vor sich zu sehen war schon so wow! Auch aus der Ferne gab es immer Blicke darauf und je näher man kam desto imposanter wurde es. Allein schon das Spiel mit Ebbe und Flut. Drum herum war genial. 

Alles in allem bin ich gut durchgekommen. Mein kleiner Verbucher vom Rückreise Bus war kein Drama. Hat generell auch super funktioniert mit FlixBus.

Meine Finger sind stellenweise bisschen taub, trotz richtigem Sitz und Griffe. Hatte ich aber schon viel extremer. Meine Knie werden sich in 2 Tagen von der Dauerbelastung erholt haben und mein Nacken wird gleich schön massiert dann ist das auch kein Problem mehr. 

4-5kg hab ich verloren. Kein Wunder. Länger hätt ich aber nicht fahren dürfen. 

Was schade war, war der Sturzregen zum Abschluss. Aber auch das war zu verkraften, weil ich ja vorher mein Bier Spa Happening hatte und so nicht nur betrunken vor Glück im Regen durch Paris bin wo ne Stunde vorher noch krasser Sonnenschein war. 

Ich bin dankbar das alles so machen zu können. Meine Abenteuer Speicher sind jetzt erstmal wieder aufgefüllt. Vermutlich plane ich aber morgen schon das nächste wie wir mich kennen. 

Zuletzt gilt mein Dank allen Follower und Pusher unterwegs. Ohne euch wär’s manchmal hart und einsam geworden. Wenn unterwegs ein „Du schaffst das“ kam gingen direkt meine Mundwinkel hoch und meine Beine haben 3 Watt mehr getreten. Merci 

Ein Kommentar zu „Das war’s – Abschlussbericht

  1. Liebe Vera, es war mir ein Fest,.dich auf deiner Tour begleiten zu dürfen. Du weisst,.meine Bewunderung ist dir gewiss. Toll, was du alles auf die Beine stellst – mit und ohne Fahrrad💖

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