







Was für ein Tag ich komm nicht klar!
Bin um 7:30 Uhr los und der steigenden Sonne zuzuschauen war fantastisch. Angeblich da bereits 20 grad. Also je eher ich finishe desto besser.
Auf dem ersten Abschnitt waren morgens schon viele Angler. Es gibt hier immer mal so fischerörtchen mit Kunst am Wegesrand. Mag ich irgendwie. Ich verlasse heute den VeloLoire und Wechsel zum Vélocéon. Heute hab ich viel mehr Radreisende gesehen, die wenigsten allerdings allein.












Ich bin einfach durchgeradelt bis zur Pont du la Saint-Nazaire. Was ein krasser scheiss. Dänemark und Schweden so: ne nimm lieber den Zug wenn du über die Brücke willst. Frankreich: hold my Beer, no Risk no fun! Schon aus der Ferne dachte ich holy Shit! Beim näher kommen dacht ich what the fuck. Als ich dann drauf fuhr war nur noch blanke Panik in meinem Kopf. Du musst einfach kontinuierlich treten und die Autos neben dir ausblenden. Locker pedelieren, kämpfen und beißen. Die Abfahrt ist noch krasser bei dem ganzen Wind. Danach hatte ich nen See in meinen Schuhen vor lauter Drama und musste erstmal wieder klar kommen. Hätte gut einfach schlafen können danach so exhausted war ich. Und dann willst du danach abbiegen und Komoot so: nimm die 7. Abfahrt… is klar.










Irgendwo sollte es heute eine Steigung geben nach der Brücke. Kein Plan wo die sein sollte. Lief einfach so weiter. Wind hat ab und zu bisschen genervt, aber das kenn ich aus Dänemark schlimmer. Warten wir mal ab.
Der Velocean bekann direkt hinter der Brücke. Der Radweg der Loire ist übrigens in Gänze 900km lang, falls sich jemand dafür interessieren sollte.
Was ist das hier eigentlich für eine Unart mit den Drive in Supermärkten? es gibt doch nix geileres als in nem französischen Supermarkt einzukaufen. Also selbst physisch.
Jetzt bin ich also in der Bretagne am Atlantik angekommen. Neben dem Duft von Pinien und Sand riecht es auch die ganze zeit nach Meer und Salz. Weshalb ich hier auch den Bogen gemacht habe war, weil es hier salinen gibt. Ich liebe diese salzfelder. Es kommt allerdings nix an Aigues-Mortes dran wo ich sogar ne kleine Tour durch die Felder gemacht habe. Meine erste Frankreich Tour war schon irgendwie ein Highlight. Wenn auch an chaotik nicht zu übertreffen.



















Der Boulevard des ocenandes hatte was von Oostende. Am Anfang ein Karussell und Duft von frisch gebackenen Teigwaren. Die Sonne knallt alles kaputt aber irgendwie nice. Sobald ich irgendwo absteige fragen die Leute immer direkt ob sie ein Foto von mir machen sollen wie ich vor irgendwas stehe, hier war es der Bär am Meer.
Irgendwo weiter Richtung Meer war ein kleines Fischerörtchen mit tollen gastros und Geschäften. Wäre am liebsten einfach dort geblieben. Es gab sogar ne Bimmelbahn, verstehst?! Am Pier musste ich irgendwie komisch wenden und ich schwöre da tauchte ein Pinguin im Wasser auf… gut vielleicht war es auch ne Baby Robbe. Aber leider zu schnell für ein Foto.
Dann war ich verwirrt weil Komoot mir morgens Nix von ner Fähre gesagt hat. Es gab auch gar keine. Nur ein kleines Brötchen mit Piraten Flagge. Hab ne Frau gefragt ob man vorher Tickets kaufen muss. Sie meinte nein. Aber es könnte sein dass jetzt Mittagspause wäre. Na prima. Hat mich kurz gestresst. Aber war alles easy. Tickets für 7€ an Board für mich und das bike. Und es sah als wenn wir auf ne Südsee Insel fahren würden. Ich hatte plötzlich keinen Orientierungssinn mehr. Diese Überfahrt war out of m Plan.


Danach waren es noch gut 20km und weil ich den Meeresluft die ganze zeit in der Nase hatte konnte ich es kaum erwarten endlich anzukommen. Ich hatte natürlich wieder di Abenteuer Route geplant. Auf nem Pfad der in einem privat Zugang mündete. Also wiede zurück in der Gluthitze.
Angekommen am Hotel erstmal wieder Enttäuschung. Glaub nicht dass das 150 Euro wert ist. Aber scheinbar wird es ja so gebucht. Noch nicht mal inkl. Frühstück. Aber Ferien machen alles möglich.











Wollte dann zum Strand. Gibt mehrere zur Auswahl. Claude meinte nimm den einen oder den anderen. Ich sagte ich nehm die Mitte. Auch gut. Leider gab es nirgendwo nen Zugang. Ich war kurz vor Explosion. Der Weg dahin war ja schon 1,5 km und dann noch mal weiter nen Umweg bis endlich mal ne Treppe an den Strand führte. Da ich noch in die Strandbad wollte hatte ich durch die Eskapade nicht mehr so viel zeit am Beach. Aber das Wasser war herrlich. Auch super klar. Wollte noch in den Supermarkt. Also wieder zurück. Und das Restaurant ist direkt neben dem Beach also die Strecke nochmal. Ohne zu wissen ob ich nen Tisch bekomme weil reservieren geht hier nicht.
Aber hatte Glück. Hat was von ner spilunke. Leider nur innen mit offenen Fenstern. Aber ist ok. Essen war auch ok. Draußen fand parallel ein Wettschwimmen statt. Strange. Übrigens bekommt ma n hier irgendwie während des Essens wohl nie was Neues zu trinken. Macht mich wahnsinnig diese Ignoranz.






Irgendwie hat mich der Nachmittag gestresst. Komme bestimmt erst spät ins Bett. Ist zu viel zu verarbeiten heute.
Morgen ist so ne zwischenetappe. Unspektakuläres Ziel. Muss mich nicht hetzen. Heut sind es übrigens 570km gesamt. Bin aber ja noch nicht fertig. Dazu heute 15k Schritte durch das ganze Strand und Restaurant Hickhack. Ich hoffe ich hab für morgen überhaupt noch power.
