Tag 12: von Caen bis Etretat (120km)

Ich kam später ins Bett als gedacht, weil ich einen Fehler im System gefunden habe. Irgendwie hatte ich den Bus zurück nen Tag später gebucht aber die Route stramm angezogen. Also musste ich gestern Abend erst noch mal alles checken und den Bus umbuchen etc. Das Restaurant in Étretat hatte ich auch falsch terminiert. Ich depp. 

Ein bisschen bin ich froh wenn ich wieder in meinem Bettchen schlafen kann, wo mich nix nervt. Ich war extremst unruhig wegen meinem bike auf der Straße. Sonst kann ich es überall mit reinnehmen oder es gibt ne Garage. Hier im Schein der Laterne aber ich konnte es von meinem Fenster aus sehen. Auf der Straße fuhren die ganze zeit Autos. Hab das Fenster irgendwann geschlossen trotz Hitze. Dann stapften Menschen durch das knarzende Treppenhaus. Morgens als ich noch was schlafen konnte stapften diese wieder herunter. Fahrrad wurde natürlich nicht gestohlen. Bin um 7:30 Uhr los. Ich hatte ein besonderes Ziel vor Augen und ich dachte auch dass ich die ganze zeit am Meer fahren würde. Dachte ich so oft aber dann ist es doch noch ne Ecke weg. 

Morgens erst mal am Fluss oder meereszufluss entlang war ganz nice. Aber auch da gab es schon wieder Baustellen die umfahren werden wollten. 

Bin an so schönen Normandie Häusern vorbei gefahren. Toller Style. Erinnert mich irgendwie an sabrina eine zauberhafte Hexe. Mein hexenhäusschen würde jedenfalls auch so aussehen. 

Ich wusste ungefähr die Stellen mit den Steigungen heute. Waren teilweise richtig heftig. Hab nach 30km vorsichtshalber an nem Supermarkt gehalten. Nach der grsterigen Erfahrung auf Nummer sicher gehen. Zur Rast hab ich aber erst nach 46 km angehalten in Deauville. Ist ein etwas größerer Ort. Sah schön aus. Hab mich am Hafen kurz hingesetzt.

Danach kam natürlich ein Anstieg. Ich war am schwitzen wie blöd. Aber für die Abfahrt lohnt sich alles. Ich hatte die ganze zeit dank eines Kommentars auf Insta im Kopf dass die Pont du Normandie so heftig sein soll. Hatte richtig Angst davor, weil Komoot sagte Nix von ner heftigen Steigung dort. Erst mal bin ich die falsche Seite hoch und musste wieder umdrehen. Ätzend. Dann zweiter Anlauf. Gaaaaanz langsam hoch. Und runter wie heftig diese LKWS NEHMEN überhaupt keine Rücksicht. Brettern an einem vorbei und der luftsog der dabei entsteht ist so krass dass ich mich gar nicht auf dem bike halten konnte. 

Heute ist auch nicht wirklich ein gute Tag. Vor lauter Anstrengung und Aufregung wollte mein Körper schon was früher bestätigen dass ich nicht schwanger bin. Toll. Aber grad nicht hilfreich. Hatte heftige unterleibsschmerzen unterwegs. 

Der Wind nach der Brücke war richtig krass. Ich dacht wie soll ich so noch 30 km vorwärts kommen. Danach gab es noch ne bewegliche Brücke, die sich aber nicht bewegte. Also hab ich geschaut die Ecke weiter war noch eine. Irgendwie alles Baustelle auch. Musste durch so viele Baustellen heute durch richtig ätzend. 

Was ich richtig mag ist der radfahrrergruss den manche bisschen exzessiver und manche sehr dezent praktizieren. 

In le Havre gab es einen Tunnel wo man mit dem Rad durchfahren kann. Hat mich irgendwie kirre gemacht, weil es nicht nach Steigung aussah aber sich so anfühlte. 

So 10km vorm Ziel gab es ne geile Abfahrt durch Pinienwälder und ich dacht geil dann bin ich gleich da. Kam noch mal ne Auffahrt sie sich gewaschen hat. 

Gott sei Dank war es heute nicht so super hot. War auch eher bedeckt. Was mich gestresst hat weil ich ja zu nem super Spot unterwegs war und da unbedingt gutes Wetter wollte. 

Als in in etretat reinfuhr war der menschenauflauf schon perfekt. 

Das Hotel ist mitten in der Fußgängerzone. Dachte zuerst na super wo stell ich hier ein Fahrrad ab. Aber konnte es ganz entspannt unten in dem Saal hinstellen.

Nachdem ich meine stinkenden Klamotten gewaschen habe, bin ich direkt runter ans Meer. Dann erstmal auf die Klippe geklettert, was meine Beine sehr anstrengend fanden. Leider war es nur ganz kurz sonnig, der Rest sehr dunkel bewölkt. Bin wieder runter, kurz ins Meer und noch bin ans Ende der Promenade. Meer ist aber kein Sand sondern Steine. Mag ich nicht so. Meine Füßchen sind zu zart dafür. Aber war schon Krass die Wellen und auch wieder gar nicht kalt. WDa kam die Sonne richtig raus und Drewke, alles klar ich geh noch mal hoch.

War noch in nem touri Shop um nen Pulli zu kaufen, weil abends ist es richtig frisch gerade. Und der sah halt cool aus. 

Bin etwas früher zu meinem reservierten Restaurant weil ich dacht ich Drink noch nen apero in der Sonne. 

Essen war gut aber ich Wollte eigentlich ne weinbegleitung. Ist eben nicht im mprogramm vorgesehen dass ich Wein trinke auf Tour haha. Der Ausblick ist allerdings grandios. Heute komplette Gönnung. 

Morgen ist so ein Tag wo ich Kilometer schrubbe aber eigentlich kein Ziel habe. Hoffe es läuft gut. Meine Knie merke ich schon etwas. Aber hintern ist top. Hab bisschen Angst weil die Abfahrt so krass war, vermutlich muss ich das alles wieder hoch. Ich möchte das nicht. 

Ein Kommentar zu „Tag 12: von Caen bis Etretat (120km)

  1. Liebe Vera,.das klappt schon alles. Hab eine gute Nacht 🌃 mit entspannten Gedanken – dein Bike ist gut untergebracht, das Essen war bestimmt lecker – sah zumindestens so aus – und der Aperitif wirkt Wunder. Bis morgen,.jetzt schick ich dir das Sandmännchen…Nachti – Gabi

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