Tourabschluss

Dat wor et…

Finish…

Ziellinie erreicht…

Seit 8:15 Uhr befinde ich mich auf der Rückreise nach köln. Gemütliche 8 Stunden Bahnfahrt. Nicht meine liebste Rückreiseart aber manchmal geht es leider nicht anders.

870km sind es diesmal geworden. Dieses Jahr dann mal 2 kurze Touren statt einer langen, weil ich anders keine zeit hatte. Und bevor ich wieder wie die letzten beiden Jahre alles gecancelt hätte hab ich die Gelegenheit diesmal genutzt und bin endlich wieder rausgekommen.

Der ursprüngliche Plan war eine Schwedentour mal im Sommer zu machen. Für einmal rum brauche ich aber mindestens 2,5 Wochen am Stück. Das hat leider nicht in meinem Terminkalender gepasst. Nach Bornholm wollte ich auch unbedingt noch mal. Deshalb gab es dieses Jahr ein bisschen Ostsee, ein bisschen Dänemark und ein bisschen Schweden. Wenn man so drüber nachdenkt komplett irrsinnig dass man an zwei Tagen das eine Land rauf und das andere wieder runter fahren kann. Eigentlich liegt alles so nah und es geht auch alles ohne Auto oder Flugzeug. 

Da ich einige Fährverbindungen in der Tour eingeplant hatte, habe ich öfter etwas weniger Kilometer kalkuliert. Im Schnitt aber trotzdem ca. 100km am Tag und somit Not so bad. 

Diesmal durfte ich mich über etwas besseres und vor allem wärmeres Wetter freuen, als im April, als es durch Holland ging. Etwas Regen und viel Wind waren dennoch mit dabei aber alles in allem viel viel entspannter zu fahren. Und das obwohl hier zum Wind auch noch die Steigungen dazu kamen. In Holland war ich zu sehr damit beschäftigt überhaupt anzukommen und gegen das Wetter anzukämpfen, dass ich gar nicht richtig runterkommen konnte. Hier in Dänemark und Schweden fühle ich mich aber grundsätzlich auch viel heimischer und wohler, da fällt mich das entspannen auch bei anstrengenden Etappen nicht schwer. 

Die Tour war so geplant, dass ich generell in bekannten Gefilden unterwegs war, aber immer wieder auch Abschnitte und Routen die ich noch nicht zuvor befahren hatte. Der Teil von Kopenhagen weiter nach oben zum Beispiel war vollkommen neu. Von Rostock aus bin ich auch noch nie mit der Fähre gefahren. Und zwischen Malmö und Ystad bin ich vorher nur inländisch gefahren und hab die wunderschöne Route am Meer lang zuvor immer verpasst. 

Ich wäre gerne mal richtig ins Meer gehüpft. Bin aber grundsätzlich auch nicht so der Ostseefan. Die raue Nordsee mit richtig Wellengang finde ich viel interessanter. Immer wen ich hier Meer gehabt hätte, war es grad zu gezogen oder komplett veralgt. Naja muss ich eben nochmal so ns Meer fahren dieses Jahr :-p 

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Ich hab dieses Jahr mal zwischendurch auch Videos aufgenommen und schneide das ganze in den kommenden Tagen/ Wochen zusammen. Ich weiß, dass viele von euch lieber Blog lesen statt Videos zu schauen, ich wollte diesmal per beides versuchen, weil ich denke, dass im Video eine viel bessere Live-Emotion und Reaktion rüber kommt. Ihr wolltet doch eh schon alle immer mal mit mir mitfahren oder? Deshalb eben auch die lustige Stange aufm Helm nach er mich so viele immer fragen. Ist aber auch ein ganz schöner Zeitfresser wenn man immer dran denken muss Material für alle Kanäle zu produzieren, jeden Abend alles exportieren und bearbeiten und später alles Schneiden. Oft fuhr ich auch irgendwo vorbei und dachte ach das wäre cool fürs video… und dann war ich aber so gut im Tritt dass ich nicht schon wieder anhalten wollte. 

Auf dem bike ist man größtenteils immer ganz für sich, hat zeit zum Nachdenken und kreative Ideen sprudeln lassen. Trotzdem ist es immer besonders schön, wenn man mit anderen auf Tour ins Gespräch kommt. Entweder mit anderen Radreisenden so wie Anne und Volker aus Köln oder Einheimischen in den Unterkünften oder im Restaurant. 

Auf meinen Radtouren trink ich ja immer sehr gerne Bier aus der Region. Dieses Jahr hatte ich versucht noch in jedem Ort eine Brauereibesichtigung zu organisieren. Hat nicht überall geklappt, weil viele gerade keine anbieten wegen umbau oder Corona. Ich hab es aber glaube ich dennoch ganz gut geschafft mir in jedem Ort eine Spezialität zu organisieren. Die Bierwanderung auf Bornholm und die Führung bei Störtebeker waren sicher Highlights.

Gestern kam mir mein Rad unheimlich schwer vor. Vielleicht weil ich 3 Flaschen Gin, eine Dose Bier und eine Flasche Öl geladen hatte. Heute morgen kam es mir dann wieder alles viel leichter vor komischerweise. Hätte eigentlich noch gern einen Gin aus Stralsund/ Rügen mitnehmen wollen oder Gläser aus der Brauerei. Vielleicht komm ich nochmal wieder 😉 Ich habs auch leider nicht in die Altstadt geschaut. Aus der Ferne erschien mir diese aber sehr schön zu sein. Und ab Montag wird da auch der neue Boulevard eröffnet und Störtebeker darf Besucher durch die neue Abfüllanlage führen. Würde sich also lohnen nochmal hinzufahren. 

Alle Wege fürn nach Rom und irgendwann zurück nach Köln. Ich freu mich schon auf das frisch gezapfte Gaffel am Dom. So will es die Tradition.

Hier noch ein paar Facts in Zahlen für euch:

Gefahrene Strecke mit dem Rad: 870 Km

Fähre: 222 km

Kalorien: 15.470

Höhenmeter: 5300

Länder: 3

Cheerio Friends!

3 Kommentare zu „Tourabschluss

  1. Liebe Vera, danke, für deine interessanten und lebendig geschriebenen Berichte und Fotos und gut, dass du wieder wohlbehalten in Köln angekommen bist. Bevor ich abends schlafen ging, warst du meine Abendlektüre. Es war herrlich dir zu folgen und ich freu mich schon auf deine nächste Reise und vorallem die noch folgenden Videos. Du hast recht, da wird die Tour nochmal recht lebendig. Toll, dass du die Gabe hast, so zu schreiben, als wäre man mit dabei und die dazugehörigen Fotos regen die eigenen Zellen auch noch an.
    Liebe Grüße
    Gabi

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      1. Na super, das freut mich, wenn das Video so schnell kommt und ich denke wir sehen uns – ich sag nur Hawai😊 ja, da hast du recht, wir haben uns lange nicht gesehen und dann wird das Wiedersehen umso schöner!

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