Kategorie: skandinavien 2023
Videoblog Tag 1
Tag 1 findet ihr auch schon auf Youtube. Von Köln nach Kiel mit der Bahn und dann noch 76km bis Travemünde bei bestem Wetter. Dieses Jahr gibt es das ganze auch im Videoformat. Stay tuned für Tag 2…
Tourabschluss
Dat wor et…
Finish…
Ziellinie erreicht…

Seit 8:15 Uhr befinde ich mich auf der Rückreise nach köln. Gemütliche 8 Stunden Bahnfahrt. Nicht meine liebste Rückreiseart aber manchmal geht es leider nicht anders.
870km sind es diesmal geworden. Dieses Jahr dann mal 2 kurze Touren statt einer langen, weil ich anders keine zeit hatte. Und bevor ich wieder wie die letzten beiden Jahre alles gecancelt hätte hab ich die Gelegenheit diesmal genutzt und bin endlich wieder rausgekommen.
Der ursprüngliche Plan war eine Schwedentour mal im Sommer zu machen. Für einmal rum brauche ich aber mindestens 2,5 Wochen am Stück. Das hat leider nicht in meinem Terminkalender gepasst. Nach Bornholm wollte ich auch unbedingt noch mal. Deshalb gab es dieses Jahr ein bisschen Ostsee, ein bisschen Dänemark und ein bisschen Schweden. Wenn man so drüber nachdenkt komplett irrsinnig dass man an zwei Tagen das eine Land rauf und das andere wieder runter fahren kann. Eigentlich liegt alles so nah und es geht auch alles ohne Auto oder Flugzeug.

Da ich einige Fährverbindungen in der Tour eingeplant hatte, habe ich öfter etwas weniger Kilometer kalkuliert. Im Schnitt aber trotzdem ca. 100km am Tag und somit Not so bad.
Diesmal durfte ich mich über etwas besseres und vor allem wärmeres Wetter freuen, als im April, als es durch Holland ging. Etwas Regen und viel Wind waren dennoch mit dabei aber alles in allem viel viel entspannter zu fahren. Und das obwohl hier zum Wind auch noch die Steigungen dazu kamen. In Holland war ich zu sehr damit beschäftigt überhaupt anzukommen und gegen das Wetter anzukämpfen, dass ich gar nicht richtig runterkommen konnte. Hier in Dänemark und Schweden fühle ich mich aber grundsätzlich auch viel heimischer und wohler, da fällt mich das entspannen auch bei anstrengenden Etappen nicht schwer.
Die Tour war so geplant, dass ich generell in bekannten Gefilden unterwegs war, aber immer wieder auch Abschnitte und Routen die ich noch nicht zuvor befahren hatte. Der Teil von Kopenhagen weiter nach oben zum Beispiel war vollkommen neu. Von Rostock aus bin ich auch noch nie mit der Fähre gefahren. Und zwischen Malmö und Ystad bin ich vorher nur inländisch gefahren und hab die wunderschöne Route am Meer lang zuvor immer verpasst.
Ich wäre gerne mal richtig ins Meer gehüpft. Bin aber grundsätzlich auch nicht so der Ostseefan. Die raue Nordsee mit richtig Wellengang finde ich viel interessanter. Immer wen ich hier Meer gehabt hätte, war es grad zu gezogen oder komplett veralgt. Naja muss ich eben nochmal so ns Meer fahren dieses Jahr :-p

Ich hab dieses Jahr mal zwischendurch auch Videos aufgenommen und schneide das ganze in den kommenden Tagen/ Wochen zusammen. Ich weiß, dass viele von euch lieber Blog lesen statt Videos zu schauen, ich wollte diesmal per beides versuchen, weil ich denke, dass im Video eine viel bessere Live-Emotion und Reaktion rüber kommt. Ihr wolltet doch eh schon alle immer mal mit mir mitfahren oder? Deshalb eben auch die lustige Stange aufm Helm nach er mich so viele immer fragen. Ist aber auch ein ganz schöner Zeitfresser wenn man immer dran denken muss Material für alle Kanäle zu produzieren, jeden Abend alles exportieren und bearbeiten und später alles Schneiden. Oft fuhr ich auch irgendwo vorbei und dachte ach das wäre cool fürs video… und dann war ich aber so gut im Tritt dass ich nicht schon wieder anhalten wollte.
Auf dem bike ist man größtenteils immer ganz für sich, hat zeit zum Nachdenken und kreative Ideen sprudeln lassen. Trotzdem ist es immer besonders schön, wenn man mit anderen auf Tour ins Gespräch kommt. Entweder mit anderen Radreisenden so wie Anne und Volker aus Köln oder Einheimischen in den Unterkünften oder im Restaurant.
Auf meinen Radtouren trink ich ja immer sehr gerne Bier aus der Region. Dieses Jahr hatte ich versucht noch in jedem Ort eine Brauereibesichtigung zu organisieren. Hat nicht überall geklappt, weil viele gerade keine anbieten wegen umbau oder Corona. Ich hab es aber glaube ich dennoch ganz gut geschafft mir in jedem Ort eine Spezialität zu organisieren. Die Bierwanderung auf Bornholm und die Führung bei Störtebeker waren sicher Highlights.
Gestern kam mir mein Rad unheimlich schwer vor. Vielleicht weil ich 3 Flaschen Gin, eine Dose Bier und eine Flasche Öl geladen hatte. Heute morgen kam es mir dann wieder alles viel leichter vor komischerweise. Hätte eigentlich noch gern einen Gin aus Stralsund/ Rügen mitnehmen wollen oder Gläser aus der Brauerei. Vielleicht komm ich nochmal wieder 😉 Ich habs auch leider nicht in die Altstadt geschaut. Aus der Ferne erschien mir diese aber sehr schön zu sein. Und ab Montag wird da auch der neue Boulevard eröffnet und Störtebeker darf Besucher durch die neue Abfüllanlage führen. Würde sich also lohnen nochmal hinzufahren.

Alle Wege fürn nach Rom und irgendwann zurück nach Köln. Ich freu mich schon auf das frisch gezapfte Gaffel am Dom. So will es die Tradition.
Hier noch ein paar Facts in Zahlen für euch:
Gefahrene Strecke mit dem Rad: 870 Km
Fähre: 222 km
Kalorien: 15.470
Höhenmeter: 5300
Länder: 3
Cheerio Friends!
Kiel bis Stralsund: Tag 9 – Von Rønne nach Tribseer – 53km (Fähre: 102 km)
Nach einer kurzen Nacht, war ich früh wieder unterwegs. Meine Knie haben nach dieser ganzen Berg und Wind-Etappe schon sehr gelitten und es schmerzt.

Ich bin nachdem ich endlich trotz des Lärms der Nachbarzimmer eingeachlafen war, nach einer Stunde wieder aufgewacht, weil mein linkes Nasenloch zu war und ich plötzlich leicht klaustrophobisch in dem Unteren bett war. Bin dann aufgestanden und hab entscheiden nach Oben umzuziehen. Das war wesentlich besser. Eigentlich schlaf ich auch immer mit offenem Fenster. Aber ich war im Erdgeschoss und der Wald nebenan das war mit zu spooky.








Auf die Fähre konnte mn einfach so draufrollen. Keine Kontrollen. Schon bisschen kurios. Die Räder durften 30 min. vorher drauf. Dadurch konnte ich erstmal alles erkunden und einen guten Platz mit Steckdose suchen. Hier gab es leider keine tolle BarristaTheke und co wie auf der anderen Fähre. Ok einfacher Kaffee wird es auch tun.
Nach 3 Stunden war der Hafen von Sassnitz in Sicht. Ich hätte noch zu den Kreidefelsen fahren können, aber ich hatte ja noch eine Verabredung zum Bierverkosten. Der Weg war teilweise katastrophal weil er über die offene Schnellstraße führte. Keine ahnung wer sich das ausgedacht hat. 10 km vor Stralsund erschien links eine art scheune. Zuerst sah ich nur diesen Marktverkauf. Und dahinter kam dann die Inselbrauerei zum Vorschein. Musste ich natürlich anhalten und auch ein Bier trinken. Ich wollte das was mit Meersalz gebraut ist. Und das war eine gute Wahl. Ein Glas gab es auch geschenkt dafür dass man sich zum Newsletter vor Ort angemeldet hat. Sehr nice. Ich hätte gern alles mitgenommen und noch 3 weitere Biere getrunken. Ging aber ja nicht. Dafür gibt es online versand.






Ich hatte im Navi irgendwie die falsche Adresse eingegeben, weshalb ich noch 2 km extra drehen durfte. Im Hotek musste ich erstmal checken wo ich danach hin muss. Störtebeker war 2,5km entfernt. Das blöde: ich wollte im Anschluss auch da essen, aber mein Hotel gewährte nur bis 20 ihr zugang zum Innenhof. Ich parke jetuzt einfach draußen in der Hoffnung dass diese nacht niemand auf die Idee kommt am Bahnhof Räder zu klauen.













Die Führung und das Tasting war ganz nice. Vieles was man schon von anderen Brauerein kennt, aber auch einiges neues interessantes. Es gab 5 Biere zu probieren und im anschluss war ich mit einer Familie noch im Brauhaus nebenan. Die hatten reserviert und als ich sagte ich will auch hin, haben sie gesagt ich kann mich zu ihnen gesellen. Ich hatte noch 2 Bier, eine Fischsuppe und einene Veggiburger. Dazu noch einen Meerbrand, weil was muss das muss.
Jetzt bin ich im Hotel und morgen um 8 Uhr geht schon mein Zug zurück nach Köln. Einmal umsteigen in BErlin. Ich hoffe es klappt alles.
Kiel bis Stralsund – Tag 8 – Von Allinge-Sandvig nach Rønne – 70 KM

Ich war wieder super müde und bin sofort eingeschlafen. So nach ner Stunde aber wieder aufgewacht und bemerkt dass ich meine Tabletten noch nicht genommen hatte und mega Kopping. Vermutlich aber nicht vom Bier Haha. Ich konnte ja eigentlich auch ausschlafen weil ich keine feste Route heute hatte und auch erst um 10 auschecken musste. Ich hatte den plan noch kurz ins Meer zuspringen nachdem ich beim Leuchtturm war. Wie es das Schicksal aber so will, war die Sonne weg sobald ich das Rad aufgeschlossen hatte. Gestern Abend waren super viele Räder am Hotel angeschlossen und aus viel mehr Leute beim Frühstück. Besonders viele Kinder. Wahrscheinlich die Fahrradreise-Gruppe die gestern aus dem Bus geworfen wurde. Die meisten natürlich mit E Unterstützung. Man sieht wirklich wenige ohne. Und mal eine ernst gemeinte Frage: ist es eigentlich mittlerweile Pflicht einen Rückspiegel am Fahrrad zu haben? Hier fährt niemand ohne ey. Es schaut aber auch niemand rein. Wann immer ich an jemanden ranfahre und überholen will – keine Reaktion. Naja überhole ich halt andersrum.




Der Weg zum Leuchtturm ist super schön. Ich hatte das irgendwie länger in Erinnerung. Da waren morgens schon einige Spaziergänger. Leider auch sehr viele Gewittertierchen. Anscheinend weil es sich so zugezogen hatte. Kein plan. Bin dann erstmal ins Landesinnere gefahren und bekam direkt den Wind ab. Mir war schnell klar, dass das a) nicht so schön ist hier auf der Straße zu fahren und b) sehr sehr anstrengend werden wird. Es gab aber keine alternative. Ich kämpfte mich berge gegen den Wind hoch und es ist wirklich unsexy wenn man auch bergab pedellieren muss. Ab Klemensker gab es wieder einen Fernradreiseweg. Leider auch nicht ewig weit. Ich wollte zum größten innländisch liegenden Ort Aakirkeby.

Von da aus dann zum Geografischen Knotenpunkt. Hier die Erklärung dazu:






„Eine geografische Besonderheit ist Bornholms geografischer Knotenpunkt (dän. Geografisk Knudepunkt). Ein Granitstein markiert im Süden Bornholms nahe des alten Bauernhofes Slusegård die Stelle, an der sich der 55° nördlicher Breite und der 15° östlicher Länge treffen. Damit ist Bornholm der Punkt Dänemarks, an dem die Sonne um 12 Uhr mittags direkt im Süden steht.
Der 15° östlicher Länge ist auch für die mitteleuropäische Zeitzone maßgebend. Da dieser auch direkt durch die bornholmer Hafenstadt Gudhjem verläuft, wird die Zeitzone in Dänemark auch „Gudhjem-Zeit“ genannt. Durch die weit östliche Lage geht die Sonne auf Bornholm eine halbe Stunde eher als auf Jütland auf und wieder unter. In der Zeit vom Mai bis August treten nördlich des 55° nördlicher Breite die weißen Nächte auf. Vom Granitstein sind es bis zum Äquator 6.105 km und zum Nordpol 3.885 km.“
War halt unspektakulär aber einige Leute waren auch bei dem blöden Wetter dort. Ein kleines Café ludt noch zum Verweilen ein. Wenn man weiter durch ging, kam man direkt ans Meer. Leider sehr veralgt. Die Scharfe waren ganz cool. Die Kinder hatten ihren Spaß. Da auf dem Stück waren auch zwei verkappte Rentner auf E-Bikes die einfach keinen Platz machen wollten. Wie unverschämt. Keine Ahnung was da in deren Knüpfen dann vorgeht. Als ob denen der Radweg gehören würde.



Ab da an war der Wind endlich gnädig. Ich fuhr in die richtige Richtung mit dem Wind im Rücken teilweise. Ich war aber auch leicht müde und kaputt von den letzten Tagen. Heute sind es 800km in 8 Tagen. Morgen nochmal 50 dann war es das auch schon wieder. Ich weiß jetzt aber auch warum mir manchmal der Hintern wehtut und manchmal nicht. Die neue Radhose die ich habe ist mega gut gepolstert. Die alte die ich als Reserve bei hab scheinbar schon durchgenudelt. Aber die fühlt sich eigentlich super an. Menno.
Rönne hieß das Ziel heute. Weil morgen früh die Fähre um 8:00 Uhr geht und ich wollte keine 25km morgens vorher noch abrocken. Daher übernachte ich heute in der Jugendherberge… super Idee. Ich hasse es. Freu mich schon auf Stralsund wenn ich wieder mein eigenes Bad und Luxus habe. Ich komm auch mit wenig aus aber ein bisschen angenehm darf Frau es sich ja wohl machen. Zumal das jetzt alles andere als günstig war. Mehr wie 35 euro wär es eigentlich nicht wert. Ich zahle inklusive Bettwäsche einfach mal 93 euro.


Dann ist mir noch ein Faupax bei der Rückreise passiert. Ich habe ab Kiel gebucht. Kein plan wie das passieren konnte aber Gott sei dank habe ich es heute bemerkt. Es gibt auch noch genau eine Verbindung mit freien Fahrradstellplätzen. Aber eben auch viel teurer als geplant. Warum mach ich das auch in den Ferien?
Ich war früher hier und konnte erst um 16 Uhr einchecken. War während des Regens im Aussenbereich eines Cafés. Da bin ich jetzt zum Dinner auch wieder hin weil es mich irgendwie angesprochen hat. Es ist arschkalt aber ich sitze trotzdem draußen. Gibt decken. Vorher war ich noch im MENY Supermarkt. Der hatte alles an Bornholm-Spezialitäten und ich hab mich nochmal eingedeckt. Jetzt hab ich 3x Gin zu schleppen. Super Idee Drewke.




Den Bericht schreibe ich meistens im Restaurant und die Bilder lade ich dann im Hotel dazu. Deshalb werde ich jetzt mal zahlen und schauen dass ich zum VENDREHEJM komme. Muss ja auch noch im Gemeinschaftsbad duschen…
Kiel bis Stralsund – Tag 7 – Von Allinge-Sandvig bis Balka Strand: 93km
Heute starte ich ohne Gepäck und zur Abwechslung mal mit Frühstück. Da ich zwei Nächte in der selben Unterkunft bleibe kann ich alles etwas entspannter angehen. Was nicht so entspannt ist, ist dass ich mit mega Rückenschmerzen aufgewacht bin. Hatte bisher noch kein vernünftiges Bett auf Tour leider. Ausser Kopenhagen, das war super. So fuhr es sich nicht wirklich entspannt heute.




Ich wollte allerdings früh los weil ich gewissermaßen Zeitdruck hatte. Habe noch kurzfristig umgeplant weil der Wind zu krass war und ich Nicht wusste ob und wie ich zurück komme. Um 16 Uhr begann der Beerwalk da hab ich mich schon so sehr drauf gefreut. Ich wollte aber auch unbedingt an den Strand. Freizeit struggle 🤪


Bin um 8:10 Uhr los und es war noch recht frisch. Nach 5 km hab ich die Jacke aber schon ausgezogen. Der wind war extrem und ich hatte vorher schon die Richtung gecheckt. Deshalb habe ich auch nach den 5m km nochmal umgeplant und etwas kürzer von der Kilometeranzahl. Ich wollte bis Nexø und dann da an den Strand. Vorher noch durch Svaneke wo auch das Bier herkommt. Der wind kam größtenteils von der Seite. Solange ich auf der Gegenseite aber auch Radfahrer sah die easypeasy voranzukommen schienen dacht ich ok. Die Steigungen waren extrem. Genauso die Abfahrten. Nach jeder abfahrt dachte ich direkt ok Krass da musst du auf der Rückfahrt gegen den Wind wieder hochschrauben.









Ich fuhr bis zum Balka Strand und legte mich ein bisschen in die sonne. Im Internet stand schon dass es Teilwiese sehr talgig sein kann. Ich setze mich an ein Stück wo auch schon eine Familie im Wasser war. Es waren gar nicht die großen Algen die störten sondern vielmehr die winzig kleinen im gesamten Wasser. Und es was schweinekalt. Als ich gerade 2min aus dem Wasser draußen war, drehte ich mich rum und sah die Riesen schwarze Wolke auf mich zukommen. Plötzlich packten alle zusammen und sprangen auf. Ich dann auch. Übrigens lustig, dass einige an denen ich heute vorbeigefahren bin wie im tiefsten Winter gekleidet waren und dann daneben so Leute wie ich die Einfach permanent kurz tragen, einfach nur weil wir Urlaub haben. Ich finde im Juli muss einfach kurzes Trikot sein. Und Jacke bremst nur.
Schon auf der Hintour gab es einige abzweige off-road. Als ich vom Strand wieder weg bin musste ich noch die Rücktour planen. Ich dachte mir ok der Wind ist der krass extrem wenn du pünktlich zurück sein willst fahr besser durchs Inland. Die wie es dir Tante Karin schon für Texel geraten hatte. Die Route war auch entsprechend länger. 50km sollten es sein. Die ersten 5 km waren schon ein harter Kampf. Der Wind hatte so extreme Böen drin dass fast nix mehr ging. Ich hab schon überlegt ob ich wen anhalten soll dass er mich mitnimmt. Ich hab gekämpft. Und dann nochmal umgeplant dass ich möglichst wieder an die Küste komme, wo ich wusste, dass ich Busse fahren. Meine Route führte dann durch ein riesiges Waldgebiet. Auch hier die ganze zeit rauf und runter aber nicht so starker wind. Ich sah auch einige die Ihre Räder kontrollierten und flickten. Ich hoffe sehr, dass ich ohne Panne durchkomme. Durch das ganze geäst kann man ja nicht so sicher sein. Mir begegneten auch sehr viele Wanderer mit großen Rucksäcken. Die hab ich schon auf der Fähre wahrgenommen. Scheint auch bei Rucksacktouristen beliebt zu sein die Insel.
Ich hab Panik geschoben dass ich pünktlich komme. Dann den Weg durch die Wälder war ich aber dann wirklich schon um kurz vor 15 Uhr wieder am Hotel nachdem ich sogar noch kurz beim Bäcker angehalten hatte.
















Wollte noch zum Leuchtturm aber der weg ist doch etwas länger als gedacht. Hab mich dann noch kurz an den Strand gesetzt bevor ich zum Bierwalk los bin. Das war wirklich ne coole Sache, ich bin froh dass ich das so gebucht habe. Alle anderen waren Dänen. Deshalb sprach der Guide dann für mich englisch. Fand ich aber ganz nett so mit Einheimischen unterwegs zu sein. Eine hat hier ein Häuschen und ist hier aufgewachsen, lebt aber in Kopenhagen. Der Guide war auch super nett. Es gab 5 Biersorten. Am Ende eins mit 11% was ich eigentlich nie so mag aber das war echt interessant weil es mit Kaffee war. Die kleinen Probiergläschen durften wird behalten. Zuerst dacht ich noch ja ist klar nur so mini Dinger ich hab Durst Junge. Und am Ende war ich dann doch sehr gut dabei haha. Wir gingen eine kleine Runde durch Allinge. Und wir durften auch kurz in einen berühmten Konzertplatz rein. Wer hier auftritt wird mal ganz groß rauskommen. Fand ich sehr beeindruckend zu hören wer hier schon alles groß geworden ist. Platz für 1000 Euro in dem Garten und wohl alles legendär. Wir hätten dann in der Startkneipe noch weiter trinken können. Da gab es noch 18 Sorten Bornholm Bier vom fass. Ich musste aber etwas essen. Und bin dann scheinbar in den teuersten Laden der Stadt. Super lecker. Sambas mit Knobi-Öl und danach Hecht mit Erbsen und Kartoffeln. Sehr gut!



Für morgen muss ich noch planen wie ich es mache. Muss ja hier auschecken und woanders wieder ein. Das geht aber erst nachmittags. Hab schon ne grobe Route geplant. Mal schauen. Jetzt erst mal Füße hoch und erholen von dieser Bergetappe.
Ich hab übrigens diesmal auch Videomaterial gesammelt mit noch mehr persönlichen Einblicken. Kommt aber erst nach der Tour online. also stay tuned.
P.S. Die Bilder laden hier irgendwie nicht. Versuche ich morgen nochmal. Hab jetzt keinen Bock drauf zu warten und das zu fixen.
Kiel bis Stralsund – Tag 6 – Von Malmö Hyllie nach Allinge-Sandvig auf Bornholm – 107 km ( + Fähre 71,3 km)

In der Nacht hat es mega gestürmt und immer wieder geregnet. Ich war so müde dass ich von dem Film den ich angemacht hatte nur 2 Sekunden mitbekommen hatte. Als ich aufwachte hat mein Arm so dermaßen gejuckt von einem Stich , dass ich aufstehen musste um Fenistil Hydrocort drauf zu machen. Hat nix geholfen. Dann ne Tablette rein. Der Juckreiz hielt an aber irgendwann schlief ich wieder ein.
Ich hab noch im Bett liegend gesehen dass zu meiner geplanten Abfahrtszeit eine dicke Regenwolke über Malmö zieht. Also machte ich etwas langsamer, plante noch nen Kaffee ein und fuhr dann erst um 8:30 Uhr los. Auch noch dicke Zeit, weil ich erst die Fähre um 14:30 Uhr bekommen wollte.




Die ersten 35km kam der Wind gut von der Seite. Der Weg führte durch Felder und ging rauf und runter. Irgendwann hab ich dann eingesehen, dass es das mit Regenwolken war und hab endlich die Jacke ausgezogen. Hoffe, dass ich mich jetzt nicht erkältet habe wenn ich unter der Jacke immer so verschwitzt bin und dann der kalte Wind draufkommt. Bis Trelleborg lief es trotz wind ganz gut. Da gab es eine Riesen Baustelle, die mein Kommod noch nicht kannte. Konnte ich aber gut intuitiv umfahren. Was ist eigentlich mit diesen Hunden los? Warum meinen die man müsste Radfahrer anbellen und auf die zuspringen? Ein Glück wissen die meisten Hundebesitzer wie man die Leine richtig festhält



Ich finde es übrigens sehr nice, dass in Schweden die Straßenschilder alle Blau-gelb sind statt rot-weiß. Sehr patriotisch. In Köln ist ja eh schon alles rut-wieß :-p
Die Radwege hier sind übrigens super angenehm ausgeschildert. Ich braucht eigentlich gar keine Navi. Bin auch größtenteils ohne Musik gefahren und hatte teilweise gar keine Stöpsel im Ohr. Besonders gefällt mir diese Ruhe hier auf Tour. Die Städte sind natürlich immer was lauter wieder aber zwischendrin ist es manchmal gespenstisch still wenn man durch kleinere Ortschaften fährt. Dann einfach mal durchatmen und den Kopf freibekommen. Deshalb mach ich das hier ja überhaupt. Und ja ich fahre wie jedes Jahr auch wieder alleine. Ich glaub andere würden das gar nicht länger wie 2 Tage mit mir aushalten. Wenns geht fahre ich schon Vollspeed. Und nicht selten wähle ich lieber die Abenteuerroute statt der geraden strecke. Andersrum kann ich gar nicht so langsam fahren wie manch andere fahren. Mein Rad läuft grad richtig gut. Was natürlich hauptsächlich an meinen Beinchen liegt, aber es ist halt auch einfach ein geiles Bike. Kurz vor Ystadt kam ein kilometerlanger Küsten und Strandsabschnitt. An einer Bucht konnte man wunderbar reinfahren, was ich dann auch tat. Super idyllisch. Ich wollte eigentlich mal kurz reinhüpfen, aber erstens dachte ich ich mach das abends auf Bornholm noch. Und zweitens wollte ich auch noch durch Ystadt laufen und musste mich am Fährhafen zurechtfinden. Letzteres war gar nicht so einfach. Da fuhren mehrere Fähren in verschiedne Richtungen. Zuerst stand ich vor dem Schalten nach Polen. Ich war mit meiner Verwirrtheit aber auch nicht allein. Eine andere Radreisende hielt mich an und fragte ob ich wüsste wo es langgeht. Da ich das nach minutenlangem umherirren ja herausgefunden hatte, half ich ihr gerne weiter und wir fuhren gemeinsam auf Deck. Ystadt fand ich jetzt nicht so super spannend. Ich hatte aber durch die Fährensache auch nicht so wahnsinnig viel zeit mehr.






Die Fähre war ein Speedboot, weshalb es auch keine Plätze oben an Deck gab. Jeder hatte sich hinzusetzen. Leute die das Buffet gebucht hatten, hatten extra Plätze. Ebenso Pendler, die hatten ein ganzes Abteil für sich. Ich suchte mir einen Platz mit Tisch und Steckdose. Hätte lieber draußen gesessen aber naja. Kurz nachdem wir losfuhren rutschte alles von meinem Tisch runter, weil wir auf einmal Schlagseite hatten. Leute die schnell Seekrank werden, sind auf dieser Fähre nach 2 min schon hinüber. Deshalb gab es auch an jeder Ecke Kotztüten.










Die Überfahrt dauerte 1,5 Std. Un ich konnte nicht wirklich ein Video schneiden weil ich kurz überlegen musste ob ich nicht auch so eine Tüte benötigen würde. Ging aber dann doch.
Von der Fähre runtergerollt ging es nach link Richtung Allinge. Das Stück unten am Meer entlang liebe ich extremst. Weshalb ich den gleichen Fehler machte wie als ich damals schon mal hier war. Ich fuhr auch wieder unten lang. Weil da was von Radweg steht. Das da am ende ein Stück durch den Wald führt wo man erstmal mit sehr viel Armkraft hochschieben muss steh natürlich nirgends. Das war schon sehr extrem und genau so hatte ich es auch in Erinnerung. Die Mühe hat sich aber sowas von gelohnt. Schönster Abschnitt überhaupt und vor lauter „hach“ und „och“ kam ich gar nicht vorwärts. 800 Fotos und Videos später versuchte ich Dann endlich mal zur Unterkunft zu kommen. Der Weg dahin kam mir schon komisch vor. Und dann wusste ich auch warum. Ich habe gar nicht das Hotel von Damas gebucht sondern einen Ort weiter. Hier in Sandvig gibt es keinen Supermarkt, nur einige wenige Restaurants und auch sonst nicht viel. Musste ich mich also nochmal aufs Rad schwingen und die 1,5km weiter fahren. Da in meinem Zimmer ein Kühlschrank vorhanden ist habe ich ein paar Bier im Supermarkt gekauft von der Svaneke Brauerei. Kann ich schon vor dem Bierwalk mal testen. Das Hotel ist aber sehr süß und ich kam noch pünktlich um von der Dame an der Rezeption persönlich empfangen zu werden. Sie erklärte mir kurz alles und schloss dann die Rezeption für den Tag.













Ich wollte unbedingt zum Fischbuffet. Leider landete ich auch hier nicht bei dem wo ich eigentlich hin wollte. Vor ein paar Jahren war ich wohl noch ein paar meter weiter. Naja war ich für ne Stunde in ner Einheimischen-Kaschämm und hab sogar ein mega großes Bier vom Fass bekommen.
Als ich raus bin tröpfelte es schon wieder. Ich beeilte mich zum Hotel zu kommen und als ich gerade ankam ging es schon wieder richtig los.
Ich muss jetzt noch meine morgige Route planen. Da ich um 16 Uhr den Bierwalk gebucht habe und auch gerne noch an den Strand möchte, muss ich schauen wie sich alles vereinen lässt. Wären 100km ich muss aber auf jeden Fall pünktlich sein. Evtl fahre ich dann morgen früher los. Gibt allerdings Frühstück…



Mal schauen.ich will in jedem Fall ins Meer.
Ein bisschen verrückt ist meine Tour ja schon. Vorgestern noch Dänemark, gestern Schweden, heute wieder Dänemark und alles hunderte Kilometer entfernt.
Kiel bis Stralsund – Tag 5 – Von Vesterbro nach Hyllie Malmö 122 Km

Kleiner Tipp: Immer vorher Fähren checken: https://faehren.net/routen/faehre-helsingor-helsingborg/
Wo fang ich an? Während ich das schreibe sitze ich in der Sauna. Nicht in der in der ich ursprünglich sitzen wollte, weshalb ich mich eben ziemlich geärgert habe, aber dazu später mehr.
Ich war relativ früh wach und hab mir meinen löslichen Kaffee mit dem Wasserkocher gemacht. Ds Bett so direkt am Fenster fand ich schon sehr nice, da hätte man auch noch locker 3 stunden liegen bleiben können.






Mein Fahrrad stand noch schön brav in der Garage wo ich es abgestellt hatte. Mir war da nicht so ganz wohl, weil ich nix zum anketten hatte. Losgefahren um kurz vor 8:00 Uhr bei Sonnenschein und sehr viel Wind. Machen wir es kurz: ich habe heute sehr oft die Jacke an und wieder ausgezogen. Die erste Schauer bracht über mich herein als ich mir gerade beim Bäcker noch dänischen Kuchen und einen Ingwershot gekauft hatte. Der Abschnitt von Kopenhagen etwas ausserhalb ist übrigens wunderschön. Irgendwie ganz anderer Style und Feeling. Andere Leute unterwegs und coole Läden. Ich muss mal nachschauen ob das ein besonderer Abschnitt ist. Natürlich kam ich auch bei TUBORG vorbei. Das wurde mir gar nicht angezeigt als ich auf der Suche nach Brauerei in Kopenhagen war. Ärgerlich. Wenn ich mal zeit hab schau ich ob ich da eine Führung hätte machen können. Dann ist das fürs nächste Mal geplant. An einer riesigen TUBORG-Flasche kam ich auch vorbei. Die wurde mal den Tivoli gestiftet oder so. ich fands cool.




Der ganze Abschnitt an der Küste war mega nice. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den vielen tollen Häuschen und das ganze maritime Feeling. War irgendwie wie die Hamptons von Dänemark. Jedes Haus hatte auch seinen eigenen privaten Steg ins Meer. Und alles war sehr clean und geordnet.
Ich hab übrigens gestern glaube ich überhaupt nix zu den getrunkene Biersorten gesagt und auch sonst sehr wenig zu Kopenhagen. Ich war einfach zu müde und kaputt. War froh dass ich überhaupt was geschrieben bekommen habe. Ist schon immer noch Arbeit dann am Abend. Ich werd da noch was zu schreiben, seht es mir nach.
Also da die dänische Seite hochfahren fand ich auf jedenfalls wundervoll. Allein die Vorstellung, dass man da wohnt und dann morgens einfach mit einem Handtuch zum Steg runtergingen kann, ne runde im Meer schwimmt und dann frisch in den Tag startet. Maximale Liebe für Leute die diese Möglichkeit haben.
Ich hatte noch gut 11km bis zur Fähre, wollte aber ja auch auf jeden Fall noch das Schloss etwas näher anschauen. Ich sah eine Riesen schwarze Wolke links von mir und dachte noch ok die Straße ist schon nass dann wird die wölke wohl wegziehen. Und auf einmal PAMM sowas von Platzregen! Der kleine Baum den ich zum unterstellen aufgesucht habe war weniger dienlich. Ich war drissnass. In der Regenpause schaute ich dann doch mal nach der Fährverbindung und geriet kurzzeitig in Panik. Die 10 Uhr Fähre war schon durch (weil ich an jedem Stein für Fotos anhalten musste) und die nächste sollte um 14 Uhr erst fahren. Daraufhin bekam ich einen Fluch und Schreianfall, weil das bedeutet hätte, dass ich erst um 14:30 Uhr in Schweden hätte weiter fahren können. Und da standen noch 70km auf dem Tacho. Die Überlegung stand im Raum, ob ich zum Schloss fahre und dann den gleichen weg wieder zurück, um dann doch die Bahn nach Malmö zu nehmen. Ich hab zwar laut gebrüllt, aber es hielt sich noch in Grenzen. Ein Glück habe ich meine Tage nicht sonst wär das schlimmer ausgegangen. Generell keine gute Idee so eine Tour zu machen wenn man hormonell am Anschlag ist. Kann ich nur von abraten. Aber ich kann es mir auch nicht immer so aussuchen wann ich fahre also wird es manchmal etwas emotionaler :-p




Ich fuhr also weiter nach Norden. In Helsingoer angekommen stellte sich heraus, dass es eine Auto und eine Personenfähre gibt. Ich hatte die falsche angeschaut. Ausraster also unnötig Frau Drewke. Bin dann erstmal zum Slot. Da hat wohl Hamlet gehst oder so. Die Bilder die ich davon vorher angezeigt bekommen habe fand ich mega schön. Deshalb musste ich natürlich auch selbst näher ran. Man konnte auch rein. Aber da wusste ich nicht wie lang es dauert da durch zu wandeln und ich hatte ja eh schon Panik wegen der Fährverbindung und Weiterfahrt. Bin dann einmal mit dem Rad drum herum und sah dann wie sich die nächste schwarze Wolke anschlich. Für die Fotos nicht so schön, aber egal. Ich bin dann schnell zur Fähre, die eigentlich alle 20 min fahren sollte und stand erstmal gut im trockenen. Von dem Ableger gehen mehrere Richtungen raus. Als ich gerade schaute wo ich buchen muss, kam ein freundlicher Herr und fragte mich ob er mir helfen könne. Er schloss für mich sein Lädchen auf und verkaufte mir das richtige Ticket. Wir haben dann noch etwas geplaudert, weil die Fähre doch erst in 45 Minuten fahren sollte. Währenddessen hat er auch mit seinem Sohn telefoniert und ihm von meiner Tour erzählt. Beide halten mich für wahnsinnig :-p Die andere Fähre Fähre zu einer kleinen Insel. Da war ich auch schon mal. In dem Lädchen gab es diverse Spirituosen von dort. Ich habe natürlich Gin mitgenommen. Auch interessant: Die Schweden fahren öfter mal mit der Fähre ne kleine runde, weil sie da günstiger Alkohol kaufen können. Deshalb war niemand mit mir oben an Deck, sondern alle unten um schon während der Fahrt zu trinken… der eine der mit mir oben stand war auch leicht angetrunken und erzählte mir, dass er die strecke durchs Meer vor 20 Jahren schon mal geschwommen sei… ok! Die 5km Überfahrt war sehr schaukelig. Glaub unter Deck wäre mir schlecht geworden. In Helsingborg war wieder Sonnenschein. Der hielt aber nicht lang an. Die Jacke musste ich schneller wieder anziehen als das ich dreimal smörebröd sagen konnte. Ich weiß noch als ich die Tour mal andersrum gefahren bin. Da war ich nach 20km voller Power, nach 50 km komplett erschöpft und als ich nach 67km an der Unterkunft ankam hab ich erstmal ne Stunde geschlafen und dann jämmerlich geheult weil ich mich für die Tour nicht vorbereitet fühlte. Heute lief es eigentlich ganz gut. Ich fühle mich wirklich fit und komischerweise tut mir auch mein Hintern nicht weh. Auf dem Weg nach Malmö musste ich mich noch diverse Male unterstellen. Einmal war eine lange Strecke kein Baum und nix und ich hab die schwarze wölke immer näher kommen sehen. Hab so schnell getreten wie ich konnte. Und dann hab ich es noch grad zu zum Coop Supermarkt geschafft. Hab nen Proteindrink geholt. Ein kleines Schwedenmädchen kam mit seiner Mutter und fragte mich dann auf schwedisch, was das seltsames auf meinem Kopf wäre. Ich erklärte den beiden auf Englisch dass es für meine Kamera sei. Das passiert ungefähr 10x am Tag. Heute Morgen beim Bäcker auch. Mittlerweile zeige ich dann auch direkt Ergebnisse der Cam die ich aufm Handy habe. Es ist einfach sensationell was die drauf hat.







So kommen wir zum Ärgernis des Tages. Also schlimmer als das Wetter. Ich bin ein ausgesprochen großer Fan vom Ribersborgs Kallbadhus hier in Malmö. Allein deswegen habe ich Malmö als Zwischenhalt so gewählt. Und die ganze Tour freu ich mich schon darauf dort hin zu gehen. Zur Erklärung: es ist eine Sauna direkt am Strand mit einem Steg wo man sich direkt im Meer abkühlen kann. Ich Liebs so sehr. Naja jedenfalls kam ich nach etlichen weiteren Orkanböen endlich mal im Hotel an und wollte nur die Sachen ablegen und Handtücher holen. Da frag ich Kommod wie weit es noch bis dahin ist. Sagt es doc tatsächlich noch 5 weitere km. Ich ok dann lets go. Das Navi so: die kommst 3min vor Schließung an… meeeeeep.Ein Glück hat das Hotel auch eine Sauna die ich kostenfrei nutzen konnte. Vorher war ich aber noch im Supermarkt, weil das Restaurant vom Hotel Sonntags nicht geöffnet hat. Und im Supermarkt gab es kein gekühltes Bier. Nur alkoholfrei…. Whaaaaat?! Eigentlich wollte ich noch in eine Brauerei. Aber das war mir jetzt tot much. Ich war ja auch gestern schon in einer. Hier ist ein Frau im Hotel die regelt alles alleine. FRag mich wie das funktionieren soll und kann. Hab mir an der Bar noch n Bier gegönnt dann (für 6 €) und musste auch erstmal warten dass sie Zeit hat.






Morgen gehts schon nach Bornholm Ich freu mich.






Heute sind es dann 534Km die schon auf dem Tacho stehen nach 5 Tourtagen. Mal schauen was noch dazu kommt.


Kiel bis Stralsund – Tag 3 – Von Stadtmitte nach Tappernøje – 92 km (+ Fähre 48,4 km)

Damit ich heute pünktlich die Fähre bekomme, musste ich um kurz nach 7 aufstehen und mich fertig machen. Die Fähre lag 10 Km entfernt. Mein Hotel, das B&B am Hafen, lag übrigens am GAFFELSCHONERWEG. Gab aber leider kein Gaffelkölsch :-p
Als ich unten in der Garage gerade mein Bike beladen wollte. Kamen noch zwei weitere Radreisende die dasselbe vorhatten. Wir kamen beim Beladen kurz ins Gespräch und stellten fest, dass wir heute denselben Weg hatten. Mein Bike hat natürlich wieder Aufsehen erregt, also bevor wir losfuhren erst noch nen Plausch über Bike und Packaging. Ich fuhr schneller als die beiden und dachte je eher ich an der Fähre ankomme, desto schneller bekomm ich nen Kaffee. Leider gab es da aber nix in der Wartezone. Das Fährbüro ist für mehrere Routen aufgeteilt. Ich hatte mir vorher einen Blogbeitrag dazu durchgelesen und wusste genau wo ich hinmusste. Da wir gerade Hauptsaison haben kostet die einfache Überfahrt mit Rad 31 Euro. Ausserhalb der Saison nur 14,50 wohl. Die Überfahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Unsere Fähre COPENHAGEN war noch nicht eingelaufen als wir ankamen und hatte leicht Verspätung. Wir nutzten die Zeit um uns weiter zu unterhalten und stellten fest, dass wir alle aus Köln kommen. Es ist verrückt. Anne und Volker sind von Berlin aus gestartet und reisen nach Kopenhagen. Hatte ich auch mal geplant die Route. Soll wohl empfehlenswert sein. Wir sind vom Anleger aus noch gut 10Km zusammen gefahren. Da ich aber schneller fuhr und scheinbar gar nicht langsam fahren kann… hielten wir noch für ein gemeinsames Foto an und wünschten uns eine gute Weiterreise. Voll schön solche Begegnungen auf Tour. Generell sind Radreisende ja ein besonderer Schlag Mensch. Heute haben auch viele wieder gegrüßt. So will es das Gesetz. Wenn dir ein Radreisender entgegenkommt Hand heben, Kopf nicken und lächeln. Weil wir durch den selben Wind fahren, dieselben Viecher auf der Sonnenbrille haben, denselben Staub schlucken und am Abend ganz genau wissen wie sich unsere Hintern anfühlen werden. Ich Liebs. Also wenn ihr zwei das lest: ich freu mich auf ein kühles After-Tour Kölsch mit euch 😉



Auf der Fähre hab ich mich erstmal in der normalen Kaffee schlänge angestellt. Als ich damit dann weiter lief, sah ich dass die Fähre einen eigenen Starbucks hatte. Wie crazy ist dass den bitte? Da genug zeit war hab ich mir also 2 Kaffee gegönnt. So viele Fahrräder waren auf der 9 Uhr Fähre gar nicht drauf. Wir hatten gedacht, dass da viel mehr wären. Bei der langen Überfahrt macht es ja Sinn möglichst früh zu fahren. Alternativ zum Tagesabschluss. Aber in Gedser hatte ich glaube ich auch keine freie und bezahlbare Unterkunft bei Booking gesehen.

Naja jedenfalls hatte ich doch etwas zu viel Kaffee getrunken, der auf die Blase drückte. Früher bin ich unterwegs nie auf Toilette oder den Busch gegangen. Vermutlich altersschwache der Blase…
Wie dem auch sei: ICH BIN WIEDER IN DÄNEMARK Leute! Ich Liebs maximal. Diesmal bin ich ja wirklich nur 2 Tage hier dann geht es rüber nach Schweden. Ok Bornholm zählt halb auch zu Dänemark. Dafür dass es schon 2 Jahre her ist, dass ich zuletzt länger hier war, hätte ich das eigentlich länger einplanen müssen. Naja es ist so oder so wundervoll. Die Luft ist direkt ganz anders hier. Und der Wind auch. Auch wenn es windig ist, macht es mir nicht so viel aus. In Holland war es ultra anstrengend und irgendwie noch penetranter. Kann ich niemandem empfehlen der seine erste Tour planen sollte. In Falster kam ich an einem Bryggehus vorbei. Also einer Brauerei. War kurz davor anzuhalten, aber dann wäre ich keinen Meter weitergefahren.


Die Route war heute nicht wirklich spektakulär. Viel an der E55 entlang. In Nyköbing bin ich mal runter zum Fjord, weil da auch eine Windmühle stand. Kam ein freundlicher Däne und meinte hey soll ich ein Foto mit dir und dem Fjord machen? Ja sicher gerne. Er fährt auch viel Mountainbike und wollte wissen wo ich herkomme, wieviel Kilometer und wo es hingeht. Durch den Umweg bin ich noch ein Stück auf der Panoramaroute gefahren. Die zieht sich ja durch ganz Dänemark.




Die Fähre Rostock-Gedser habe ich noch nie vorher genommen, bin immer anders gefahren. Die 3km lange Brücke bei Vordingborg bin ich allerdings schon mal gefahren. Und zwar auf dem Weg nach Fehmarn. Da bin ich dann links statt rechts runter gefahren. Vordingborg ist ein schöner Ort, der eine Art Festung hat. Erinnert mich ein bisschen an Zülpich.






Besonders schön ist es übrigens, wenn man 80 km gefahren ist und dann nochmal kurz vor Ende der Tagesetappe richtige Steigungen kommen. Braucht man nicht so wirklich. Aber die Abfahrten die dann als Belohnung noch kamen waren mega. Bis zu 43km/h zack!

Ich wusste das in dem heutigen Ort der Unterkunft kein Supermarkt oder sonst was sein wird. Also hielt ich in dem Ort der 7km vorher kam kurz an um etwas zu trinken und ein paar Kekse zu kaufen. Währenddessen habe ich nochmal nachgeschaut und gesehen dass das einzige Restaurant vor Ort geöffnet hat und eine sehr gute karte hat. Weil ich mich darauf verlassen habe dann da essen zu gehen habe ich im Supermarkt nichts weiter mitgenommen. Die 7km zogen sich auch, sodass ich nicht nochmal zurück fahren wollte. Nachdem ich die Unterkunft inspiziert hatte und mein gekauftes Bierchen getrunken hatte, packte ich meine Tasche und ging die 300m bis zum Restaurant. Der Küchenchef war allerdings sehr hochnäsig und wollte die Tische nur ab 2 Personen rausgeben und erst recht nicht für Personen die nicht im Hotel übernachten. Ich wünsche dem Typ dass all seine 2er Tische heute leer bleiben und er kein einziges Gericht an ihnen verkauft. Was ein Idiot. Ich bin dann nochmal zurück. Hab mein bike geholt und bin zum 5km entfernten Pizzaladen gefahren, weil dieser heute nicht liefert. Das war anscheinend der Ort wo sich die Jugend hier trifft. Die Mofa gäng hat gut lärm gemacht. Wieder zurück habe ich meine Pizza auf meiner Veranda gegessen. Ich habe ein ganzes Häuschen für mich. Unten ist ein Steg wo man auch im Fjord hätte schwimmen können. Sah aber nicht so schön aus und war auch sehr flach. Mich hat irgendwas richtig fies am Oberschenkel gestochen. hab direkt Fenestil Hydrocort drauf gemacht und ne Allergietablette genommen. Ich fürchte aber dass da diese nacht noch mehr stiche dazukommen werden. Das Häuschen steht mitten in der Natur und hier schirtt alles mögliche rum.











Morgen soll es regnen. Das mag ich gar nicht glauben nach den letzten tollen Tagen 😦 habe ich keine Lust drauf. Je nachdem fahre ich morgen dann evtl. nicht zur Steilküste noch. Das ist ein kleiner Umweg auf der Route nach Kopenhagen. Aber es lohnt sich eigentlich sehr. Ich schau mal. Drückt die Daumen dass der Regen hinter mir bleibt…
Kiel bis Stralsund – Tag 2 – Von Travemünde nach Rostock – 107,5 km


Die Nacht war auch wieder nicht wirklich erholsam. Diese Nachbarin im Nebenzimmer hat mich wahnsinnig gemacht. Dann war genau vorm Zimmer eine Straßenlaterne und ich wollte dieses Rolle nicht ganz runterlassen, weil ich keine Nachttischlampe hatte. Alle paar Minuten kam ein Lastwagen vorbei und die Möwen kreischten in einer Tour. Einmal schaute ich raus als es hopfte und ein Schiff vor einfach vorbei. Beim Hafen in Blickweite sehr lustig. Die Kirchenglocken läuteten auch alle 15 Minuten. Auch um Mitternacht noch. Was soll das? Gibt es da keine Gesetze wegen Ruhestörung?




Ich bin um 8:00 Uhr pünktlich raus aus dem Zimmer und bin direkt rüber zur Fähre. Das Wetter war sehr wolkenverhangen aber super warm. Eigentlich da schon schwül. Die Fährfahrt mit Rad hat 1,10 € gekostet und ich konnte direkt drauf fahren. Ein bisschen Wind und einige Schotterwege haben mich heute etwas ausgebremst. Dennoch war meine Gesamtgeschwindigkeit heute nochmal schneller als gestern.
Es ging sehr oft auf und ab. Hügel hoch und wieder runter. Bei der Schwüle nicht uransträngend.
Woran merkt man dass man im Osten angekommen ist? Die Ampeln verwandeln sich in Ampelmännchen 😉
Ich liebe es übrigens wenn die Straßennamen durch die man fährt oder an denen man vorbei radelt „Strandweg, Seeblick oder irgendwas mit Meer lauten. Da möchte ich immer direkt abbiegen und zur nächsten Bucht fahren.

Unterwegs hatte ich kurz Panik, dass mein Getriebe kaputt ist. Ich konnte nicht mehr treten. Bin abgestiegen und sah, dass meine Fleecejacke, die ich in eine der Seitenhalterungen gepackt hatte in die Kette gerutscht war. Super Driss. Kam aber gut wieder raus. Muss morgen aber wohl mal nachfetten.
Sehr schade, dass es heute so diesig und bewölkt war. Sind die Fotos nicht so sonnig :-p Unterwegs hab ih einmal kurz runtergeschaut und gesehen dass eine Biene auf meinem Oberschenkel sitzt. Kurz Panik, dass die schon gestochen haben könnte. War aber alles gut.
In Wismar war ich schon auf einer Tour. Ich hab die Erinnerung daran allerdings als Rostock abgespeichert. Keine Ahnung warum. Da konnte man damals auch sehr gut am Hafen sitzen und Essen. Ich war ja wegen meines Steißbeins und der eingeschlafenen Finger damals im Krankenhaus auf Tour. Das war dann wohl Wismar statt Rostock. Hinter Wismar habe ich mir einen Supermarktparkplatz gesucht und mir in einer Bäckerei erstmal nen Kaffee geholt nach 49Km. Die Verkäuferin wollte für einen großen Filterkaffee 3 euro. Mir war da gerade alles egal, Hauptsache nen kleinen Kick. Und die Kollegin von ihr im Hintergrund so: 3 Euro? Wirklich? Im Nachhinein fand ich es auch sehr unverschämt aber naja.
Ich denk übrigens die ganze Zeit, dass ich heute Bremen als Ziel hätte. Keine Ahnung warum. Bremen fand ich aber auch sehr nice. Da würde ich auch gerne noch mal hin. Die Brauerei vor Ort heißt hier ROSTOCKER. Leider bieten die aktuell keine Führungen an. Wohl noch von Corona so abgespeichert. Trink ich mein Bier eben woanders. Ich finds sehr lecker. Deshalb gab es erst an der Fischbude eins ausm Plastikbecher und dann noch eins im Restaurant. Da konnte ich mich heute nicht wirklich entscheiden. Ich wollte ja Fisch und ich wollte draußen sitzen. Bin die ganze zeit hin und her gefahren und war mir nicht sicher. Letzten Endes bin ich im Hafen gestrandet und hatte einen mega guten Fischteller. Teuer, aber lecker.
16 km vorm ziel hab ich noch beim gestoppt. hätte mich noch einer Führung anschließen könen aber ich war schon sehr müde und wollte etwas zu essen.






Ich war um 15:30 Uhr im Hotel. Ein B&B mit Schallisolierung und Klima. Diese Nacht werde ich sehr gut schlafen. Da bin ich mir sicher. Grad sitz ich noch im Restaurant und überlege ob ich noch ein Maßlower Bier trinken soll bevor ich ins Hotel fahre zum duschen. Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Jedes Bier muss getestet werden.





Als ich durch die Stadt gefahren bin hab ich erst im Saturn noch eine weitere Speicherkarte gekauft. Sicher ist sicher. Da kam ich auch an einer coolen Rooftopbar vorbei. Das hätte ich auch gern gemacht. Aber das ist schon wieder ein Stück weiter weg.
Morgen muss ich nach 20km auf die Fähre. Dann geht es rüber nach Dänemark. Ich will die Fähre nehmen die um 9 geht. Kann das Ticket nicht vorher kaufen. Wäre gut wenn ich um 8:30 da wäre. Also muss ich früh auschecken. Eil die nachte geht erst um 11. So lang will ich nicht warten.
Auf dem weg zum Hotel hab ich noch im edeka gejhalten und Rostocker Gin gekauft. viel zu schwer zum mitnehmen aber so what. Mich stört ein bisschen die Firmierung „Männerhobby“… hallo! das ist auch ein Frauenhobby!




Kiel bis Stralsund – Tag 1 – Von Brunswik nach Travemünde – 75,7km

Der Tag begann früh – sehr früh. Um 3:30 Uhr klingelte der Wecker. Soweit hatte ich schon alles bereit gelegt aber für den letzten Check natürlich noch alles 3x durchgehen bevor die Taschen verschlossen werden konnten. Noch nen schnellen Kaffee und dann ab zum Bahnhof. 20 min vor Abfahrt war ich da. Der Zug war pünktlich. Die Stellplätze sind nicht für so dicke Reifen gemacht, weshalb ich etwas Mühe hatte das Fahrrad richtig einzuhängen. Ein weiterer Radreisender stieg dazu. Als der Schaffner kam stellte sich heraus dass er eigentlichen Wagon 1 musste oder sein Rad umhängen sollte. Ich bot ihm an die Stellplätze zu tauschen, sodass mein Rad nicht mehr die volle Last auf den Speichen hängen hatte und er nur eins aufrutschen musste. Er steigt auch in Hamburg aus und fährt dann von Flensburg die Ostsee runter. Vielleicht begegnet man sich ja noch mal. Unterwegs schoben zwei junge Damen zwei Räder rein und stiegen selbst wieder aus. Wenn die Räder mal ne Auszeit vom Fahrer brauchen…



Die Umstiegszeit von 8 Minuten schwankte während der Fahrt mehrfach, sodass ich mich schon drauf einstellte, dass ich im Reisezentrum Hamburg noch umbuchen muss. Dem war aber nicht so. Der nette Mit-Radreisende half mir noch das Rad runterzuholen und wünschte mir viel Erfolg bei der Weiterreise. Ich hab die Beine in die Hand genommen und war flux von Bahnsteig 11 rüber auf Bahnsteig 7 3/4. Weil der Zug hielt nicht IM Bahnhof sondern schon ausserhalb. Weil ich keinen Plan hatte welcher Wagon für Fahrräder war bin ich in den erst besten rein bevor die Türen nicht mehr aufgingen. Und dann blieb er noch weitere 7 Minuten stehen, weil ein vorausfahrender Zug Probleme hatte. Also alles ganz entspannt mit dem Anschlusszug. Ich bin die Stunde bis Kiel dann im Zwischengang stehend gefahren. Bloss nicht riskieren irgendwo raus und nicht mehr reinzukommen. Kiel war ich schon mal für einen Job und fand es sehr hässlich. Deshalb bin ich vom Bahnhof aus auch direkt auf die Route gefahren. Abfahrt war um 11 bei bestem Wetter. Erst mal Sonnenbrille an und Abflug.
Diese ganzen Ostseestädte verbinden alle immer Dänemark, Schweden und Meck-Pomm miteinander. Ich mags. Von den ganzen Reisen, die ich bisher unternommen habe mit meinem Bike, habe ich unzählige Bilder und Erlebnisse in meinem Kopf. Mehrmals täglich komme ich an Ecken oder Straßen vorbei wo ich denke „sieht aus wie in Schweden an dem einen Tag wo es sich so gezogen hat“ Oder „hey diese Straßenführung erinnert dich sehr an Dänemark wo es mal die ganze zeit durch Felder ging. Heute haben mich sehr viele Wege an Schweden, Rügen und Bornholm erinnert. Ich Speicher das aber nicht als Vergleich sondern als eigenständige Erinnerung, wodurch weil ähnlich ist ja nicht gleich 😉 Heute musste man sich sehr oft nach oben schrauben bei so kleinen Hügeln und dann gab es ne coole Abfahrt. In Schweden werde ich das wieder die ganze zeit erleben fürchte ich. Aber ich fahre ja nur die Westküste runter da ist es nicht so krass wie im Landesinneren.


Mein Bike ist übrigens weiterhin der stärkste Kommunikator überhaupt. Allein in der Bahn haben mich schon 3 darauf angesprochen. Wenn man an einer Ampel steht bemerke ich immer die bewundernden Blicke. Wenn etwas mehr zeit ist kommt man auch öfter ins Gespräch. Es ist einfach cool. Ich hab heute morgen mal geschaut ob es das noch zu kaufen gibt und bin auf eine interessante, weil ultimativ passende Beschreibung gestoßen. Siehe Bild.
Und heute ist es richtig gut gelaufen. Sehr leichtgängig. Oft 26km/h auf gerader Strecke. Mit Gepäck finde ich das gar nicht mal so schlecht.
Super schön fand ich PLÖN mit seinen Seen. Sehr idyllisch und auch das Städtchen war ganz nett. Da hab ich kurz Pause gemacht. So ne Seerundfahrt hätte ich auch nett gefunden aber das hätte zu lange gedauert… und ich wäre vermutlich noch verbrannter….







Ich bin heute erstmal durch Landesinnere gefahren und bei Scharbeutz erst ans Meer gestoßen. Auch ein sehr nettes Örtchen. Geht direkt in den Timmendorf Strand über… und alles irgendwie ein bisschen gehobener als der Rest. Auf meiner Tour 2018 war ich meine ich auch schon hier. Da bin ich andersrum nach Bornholm gefahren und ja leider nur über Nacht dageblieben. Das änder ich in diesem Jahr.
Hier muss man ja überall Kurtaxe bezahlen. Damals war ich 20 Minuten am Timmendorf Strand und eine riesengroße schwarze Wolke zog auf. Hat sich richtig gelohnt die 3 Euro :-p Heute im Hotel musste ich die auch abführen und dachte mir gut dann kannste noch runter an den Strand. Aber ich hatte keine Lust mehr zurück zu fahren. Mal schauen wie es morgen läuft.







Mein Ziel war heute Travemünde. Netter Ort. Aber sehr touristisch. Da es schon zu Lübeck gehört, gab es hier natürlich auch ein Niederegger Café. Wenn in Lübeck, dann Marzipan-Torte bei Niederegger. Mega gut. Im Edeka habe ich noch ein Travemündener Pilsener gefunden. Für 2,90 gar nicht mal so günstig. Aber ganz nett.





Auf dem Weg zum Hotel habe ich schon über die Promenade geschoben und einige coole Sachen gesehen. Deshalb musste ich auch unbedingt an einem Klamottenladen anhalten und ein Tuch kaufen. Ja ich weiß ich habe keinen Platz für zu viel Gepäck aber es war so schön. Ich hätte den ganzen Laden leer kaufen können. Das Hotel (MELISSA) ist über einem Restaurant. Weil ich morgen nicht erst um 8:30 Frühstücken möchte, habe ich gefragt, ob ich vorher auch nur einen Kaffee haben könnte. Nein das ginge nicht, weil alle Mitarbeiter aus Lübeck kämen. Ich könnte aber gern stattdessen heute Abend im Restaurant ne Pizza oder Pasta essen statt Frühstück.
Aha. Deshalb entschied ich dann da zu essen. Vielleicht auch ein bisschen Bequemlichkeit. Hab mich für Fish & Chips entschieden. Und die waren wirklich sehr gut. Ich war skeptisch. Aber die Preise sind schon heftig gewesen. Ich wohne übrigens genau gegenüber von der Fährstation die ich morgen früh nehmen möchte. Ich Fuchs. Ich hoffe allerdings das mein Bike dann noch da ist. Der Hof von denen hat hinten nix zum anbinden. Hab es jetzt mal am Geländer der Kirche festgebunden. Ist mir aber nicht geheuer.





Ich hatte zuhause extra noch beide Speicherkarten geleert und die Akkus geladen. Heute war eine Karte defekt, die andere angeblich voll und die Akkus leer. Klasse Drewke. Muss morgen in Rostock ne neue Karte kaufen. Da will ich mich jetzt nicht drauf verlassen.
Nachmittags hatte es sich vom Wetter her etwas zugezogen. Gott sei Dank aber kein Regen.
Jetzt wird noch geduscht und ein paar Bilder selektiert für den Bericht. Dann schau ich mir die Route von morgen nochmal im Detail an und gehe früh schlafen. Gestern habe ich vor Aufregung kein Auge zugetan und musste um 3:30 Uhr ja schon wieder raus.
Das Essen gab es übrigens tatsächlich gratis statt Frühstück. Nur Getränke musste ich extra zahlen.Da das zweite Bier das ich bestellt hatte aber nicht kam, war das ein günstiger abend. Was allerdings hier gar nicht geht und ich wei0ß noch nicht wie ich die NAcht überleben soll, ist dass die Wände super hellhörig sind. Und nebenan sitzt ne Frau stundenlang auf Toilette. Hört sich an als wär sie in meiner Toilette. Ich hoffe dass das nachher aufhört sonst muss ich mit Ohrstöpseln schlafen.

Abfahrt Tour Nr. 2/2023

Es geht los! In wenigen Minuten erreiche ich Kiel. Von da aus startet meine zweite Tour in diesem Jahr. Es geht über Rostock nach Kopenhagen, rüber nach Schweden, runter nach Bornholm und wird in Stralsund enden.

Ich freu mich auf 9 schöne Biketage mit hoffentlich wenig Nässe von oben, Wind nur von hinten und Sonne mindestens im Herzen.
Lets Go!











