Kiel bis Stralsund – Tag 3 – Von Stadtmitte nach Tappernøje – 92 km (+ Fähre 48,4 km)

Damit ich heute pünktlich die Fähre bekomme, musste ich um kurz nach 7 aufstehen und mich fertig machen. Die Fähre lag 10 Km entfernt. Mein Hotel, das B&B am Hafen, lag übrigens am GAFFELSCHONERWEG. Gab aber leider kein Gaffelkölsch :-p 

Als ich unten in der Garage gerade mein Bike beladen wollte. Kamen noch zwei weitere Radreisende die dasselbe vorhatten. Wir kamen beim Beladen kurz ins Gespräch und stellten fest, dass wir heute denselben Weg hatten. Mein Bike hat natürlich wieder Aufsehen erregt, also bevor wir losfuhren erst noch nen Plausch über Bike und Packaging. Ich fuhr schneller als die beiden und dachte je eher ich an der Fähre ankomme, desto schneller bekomm ich nen Kaffee. Leider gab es da aber nix in der Wartezone. Das Fährbüro ist für mehrere Routen aufgeteilt. Ich hatte mir vorher einen Blogbeitrag dazu durchgelesen und wusste genau wo ich hinmusste. Da wir gerade Hauptsaison haben kostet die einfache Überfahrt mit Rad 31 Euro. Ausserhalb der Saison nur 14,50 wohl. Die Überfahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Unsere Fähre COPENHAGEN war noch nicht eingelaufen als wir ankamen und hatte leicht Verspätung. Wir nutzten die Zeit um uns weiter zu unterhalten und stellten fest, dass wir alle aus Köln kommen. Es ist verrückt. Anne und Volker sind von Berlin aus gestartet und reisen nach Kopenhagen. Hatte ich auch mal geplant die Route. Soll wohl empfehlenswert sein. Wir sind vom Anleger aus noch gut 10Km zusammen gefahren. Da ich aber schneller fuhr und scheinbar gar nicht langsam fahren kann… hielten wir noch für ein gemeinsames Foto an und wünschten uns eine gute Weiterreise. Voll schön solche Begegnungen auf Tour. Generell sind Radreisende ja ein besonderer Schlag Mensch. Heute haben auch viele wieder gegrüßt. So will es das Gesetz. Wenn dir ein Radreisender entgegenkommt Hand heben, Kopf nicken und lächeln. Weil wir durch den selben Wind fahren, dieselben Viecher auf der Sonnenbrille haben, denselben Staub schlucken und am Abend ganz genau wissen wie sich unsere Hintern anfühlen werden. Ich Liebs. Also wenn ihr zwei das lest: ich freu mich auf ein kühles After-Tour Kölsch mit euch 😉

Auf der Fähre hab ich mich erstmal in der normalen Kaffee schlänge angestellt. Als ich damit dann weiter lief, sah ich dass die Fähre einen eigenen Starbucks hatte. Wie crazy ist dass den bitte? Da genug zeit war hab ich mir also 2 Kaffee gegönnt. So viele Fahrräder waren auf der 9 Uhr Fähre gar nicht drauf. Wir hatten gedacht, dass da viel mehr wären. Bei der langen Überfahrt macht es ja Sinn möglichst früh zu fahren. Alternativ zum Tagesabschluss. Aber in Gedser hatte ich glaube ich auch keine freie und bezahlbare Unterkunft bei Booking gesehen.

Naja jedenfalls hatte ich doch etwas zu viel Kaffee getrunken, der auf die Blase drückte. Früher bin ich unterwegs nie auf Toilette oder den Busch gegangen. Vermutlich altersschwache der Blase… :-/ 

Wie dem auch sei: ICH BIN WIEDER IN DÄNEMARK Leute! Ich Liebs maximal. Diesmal bin ich ja wirklich nur 2 Tage hier dann geht es rüber nach Schweden. Ok Bornholm zählt halb auch zu Dänemark. Dafür dass es schon 2 Jahre her ist, dass ich zuletzt länger hier war, hätte ich das eigentlich länger einplanen müssen. Naja es ist so oder so wundervoll. Die Luft ist direkt ganz anders hier. Und der Wind auch. Auch wenn es windig ist, macht es mir nicht so viel aus. In Holland war es ultra anstrengend und irgendwie noch penetranter. Kann ich niemandem empfehlen der seine erste Tour planen sollte. In Falster kam ich an einem Bryggehus vorbei. Also einer Brauerei. War kurz davor anzuhalten, aber dann wäre ich keinen Meter weitergefahren. 

Die Route war heute nicht wirklich spektakulär. Viel an der E55 entlang. In Nyköbing bin ich mal runter zum Fjord, weil da auch eine Windmühle stand. Kam ein freundlicher Däne und meinte hey soll ich ein Foto mit dir und dem Fjord machen? Ja sicher gerne. Er fährt auch viel Mountainbike und wollte wissen wo ich herkomme, wieviel Kilometer und wo es hingeht. Durch den Umweg bin ich noch ein Stück auf der Panoramaroute gefahren. Die zieht sich ja durch ganz Dänemark. 

Die Fähre Rostock-Gedser habe ich noch nie vorher genommen, bin immer anders gefahren. Die 3km lange Brücke bei Vordingborg bin ich allerdings schon mal gefahren. Und zwar auf dem Weg nach Fehmarn. Da bin ich dann links statt rechts runter gefahren. Vordingborg ist ein schöner Ort, der eine Art Festung hat. Erinnert mich ein bisschen an Zülpich. 

Besonders schön ist es übrigens, wenn man 80 km gefahren ist und dann nochmal kurz vor Ende der Tagesetappe richtige Steigungen kommen. Braucht man nicht so wirklich. Aber die Abfahrten die dann als Belohnung noch kamen waren mega. Bis zu 43km/h zack! 

Ich wusste das in dem heutigen Ort der Unterkunft kein Supermarkt oder sonst was sein wird. Also hielt ich in dem Ort der 7km vorher kam kurz an um etwas zu trinken und ein paar Kekse zu kaufen. Währenddessen habe ich nochmal nachgeschaut und gesehen dass das einzige Restaurant vor Ort geöffnet hat und eine sehr gute karte hat. Weil ich mich darauf verlassen habe dann da essen zu gehen habe ich im Supermarkt nichts weiter mitgenommen. Die 7km zogen sich auch, sodass ich nicht nochmal zurück fahren wollte. Nachdem ich die Unterkunft inspiziert hatte und mein gekauftes Bierchen getrunken hatte, packte ich meine Tasche und ging die 300m bis zum Restaurant. Der Küchenchef war allerdings sehr hochnäsig und wollte die Tische nur ab 2 Personen rausgeben und erst recht nicht für Personen die nicht im Hotel übernachten. Ich wünsche dem Typ dass all seine 2er Tische heute leer bleiben und er kein einziges Gericht an ihnen verkauft. Was ein Idiot. Ich bin dann nochmal zurück. Hab mein bike geholt und bin zum 5km entfernten Pizzaladen gefahren, weil dieser heute nicht liefert. Das war anscheinend der Ort wo sich die Jugend hier trifft. Die Mofa gäng hat gut lärm gemacht. Wieder zurück habe ich meine Pizza auf meiner Veranda gegessen. Ich habe ein ganzes Häuschen für mich. Unten ist ein Steg wo man auch im Fjord hätte schwimmen können. Sah aber nicht so schön aus und war auch sehr flach. Mich hat irgendwas richtig fies am Oberschenkel gestochen. hab direkt Fenestil Hydrocort drauf gemacht und ne Allergietablette genommen. Ich fürchte aber dass da diese nacht noch mehr stiche dazukommen werden. Das Häuschen steht mitten in der Natur und hier schirtt alles mögliche rum.

Morgen soll es regnen. Das mag ich gar nicht glauben nach den letzten tollen Tagen 😦 habe ich keine Lust drauf. Je nachdem fahre ich morgen dann evtl. nicht zur Steilküste noch. Das ist ein kleiner Umweg auf der Route nach Kopenhagen. Aber es lohnt sich eigentlich sehr. Ich schau mal. Drückt die Daumen dass der Regen hinter mir bleibt…

Kiel bis Stralsund – Tag 2 – Von Travemünde nach Rostock – 107,5 km

Die Nacht war auch wieder nicht wirklich erholsam. Diese Nachbarin im Nebenzimmer hat mich wahnsinnig gemacht. Dann war genau vorm Zimmer eine Straßenlaterne und ich wollte dieses Rolle nicht ganz runterlassen, weil ich keine Nachttischlampe hatte. Alle paar Minuten kam ein Lastwagen vorbei und die Möwen kreischten in einer Tour. Einmal schaute ich raus als es hopfte und ein Schiff vor einfach vorbei. Beim Hafen in Blickweite sehr lustig. Die Kirchenglocken läuteten auch alle 15 Minuten. Auch um Mitternacht noch. Was soll das? Gibt es da keine Gesetze wegen Ruhestörung?

Ich bin um 8:00 Uhr pünktlich raus aus dem Zimmer und bin direkt rüber zur Fähre. Das Wetter war sehr wolkenverhangen aber super warm. Eigentlich da schon schwül. Die Fährfahrt mit Rad hat 1,10 € gekostet und ich konnte direkt drauf fahren. Ein bisschen Wind und einige Schotterwege haben mich heute etwas ausgebremst. Dennoch war meine Gesamtgeschwindigkeit heute nochmal schneller als gestern. 

Es ging sehr oft auf und ab. Hügel hoch und wieder runter. Bei der Schwüle nicht uransträngend. 

Woran merkt man dass man im Osten angekommen ist? Die Ampeln verwandeln sich in Ampelmännchen 😉 

Ich liebe es übrigens wenn die Straßennamen durch die man fährt oder an denen man vorbei radelt „Strandweg, Seeblick oder irgendwas mit Meer lauten. Da möchte ich immer direkt abbiegen und zur nächsten Bucht fahren. 

Unterwegs hatte ich kurz Panik, dass mein Getriebe kaputt ist. Ich konnte nicht mehr treten. Bin abgestiegen und sah, dass meine Fleecejacke, die ich in eine der Seitenhalterungen gepackt hatte in die Kette gerutscht war. Super Driss. Kam aber gut wieder raus. Muss morgen aber wohl mal nachfetten. 

Sehr schade, dass es heute so diesig und bewölkt war. Sind die Fotos nicht so sonnig :-p Unterwegs hab ih einmal kurz runtergeschaut und gesehen dass eine Biene auf meinem Oberschenkel sitzt. Kurz Panik, dass die schon gestochen haben könnte. War aber alles gut. 

In Wismar war ich schon auf einer Tour. Ich hab die Erinnerung daran allerdings als Rostock abgespeichert. Keine Ahnung warum. Da konnte man damals auch sehr gut am Hafen sitzen und Essen. Ich war ja wegen meines Steißbeins und der eingeschlafenen Finger damals im Krankenhaus auf Tour. Das war dann wohl Wismar statt Rostock. Hinter Wismar habe ich mir einen Supermarktparkplatz gesucht und mir in einer Bäckerei erstmal nen Kaffee geholt nach 49Km. Die Verkäuferin wollte für einen großen Filterkaffee 3 euro. Mir war da gerade alles egal, Hauptsache nen kleinen Kick. Und die Kollegin von ihr im Hintergrund so: 3 Euro? Wirklich? Im Nachhinein fand ich es auch sehr unverschämt aber naja.

Ich denk übrigens die ganze Zeit, dass ich heute Bremen als Ziel hätte. Keine Ahnung warum. Bremen fand ich aber auch sehr nice. Da würde ich auch gerne noch mal hin. Die Brauerei vor Ort heißt hier ROSTOCKER. Leider bieten die aktuell keine Führungen an. Wohl noch von Corona so abgespeichert. Trink ich mein Bier eben woanders. Ich finds sehr lecker. Deshalb gab es erst an der Fischbude eins ausm Plastikbecher und dann noch eins im Restaurant. Da konnte ich mich heute nicht wirklich entscheiden. Ich wollte ja Fisch und ich wollte draußen sitzen. Bin die ganze zeit hin und her gefahren und war mir nicht sicher. Letzten Endes bin ich im Hafen gestrandet und hatte einen mega guten Fischteller. Teuer, aber lecker. 

16 km vorm ziel hab ich noch beim gestoppt. hätte mich noch einer Führung anschließen könen aber ich war schon sehr müde und wollte etwas zu essen.

Ich war um 15:30 Uhr im Hotel. Ein B&B mit Schallisolierung und Klima. Diese Nacht werde ich sehr gut schlafen. Da bin ich mir sicher. Grad sitz ich noch im Restaurant und überlege ob ich noch ein Maßlower Bier trinken soll bevor ich ins Hotel fahre zum duschen. Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Jedes Bier muss getestet werden. 

Als ich durch die Stadt gefahren bin hab ich erst im Saturn noch eine weitere Speicherkarte gekauft. Sicher ist sicher. Da kam ich auch an einer coolen Rooftopbar vorbei. Das hätte ich auch gern gemacht. Aber das ist schon wieder ein Stück weiter weg.

Morgen muss ich nach 20km auf die Fähre. Dann geht es rüber nach Dänemark. Ich will die Fähre nehmen die um 9 geht. Kann das Ticket nicht vorher kaufen. Wäre gut wenn ich um 8:30 da wäre. Also muss ich früh auschecken. Eil die nachte geht erst um 11. So lang will ich nicht warten. 

Auf dem weg zum Hotel hab ich noch im edeka gejhalten und Rostocker Gin gekauft. viel zu schwer zum mitnehmen aber so what. Mich stört ein bisschen die Firmierung „Männerhobby“… hallo! das ist auch ein Frauenhobby!

Kiel bis Stralsund – Tag 1 – Von Brunswik nach Travemünde – 75,7km

Der Tag begann früh – sehr früh. Um 3:30 Uhr klingelte der Wecker. Soweit hatte ich schon alles bereit gelegt aber für den letzten Check natürlich noch alles 3x durchgehen bevor die Taschen verschlossen werden konnten. Noch nen schnellen Kaffee und dann ab zum Bahnhof. 20 min vor Abfahrt war ich da. Der Zug war pünktlich. Die Stellplätze sind nicht für so dicke Reifen gemacht, weshalb ich etwas Mühe hatte das Fahrrad richtig einzuhängen. Ein weiterer Radreisender stieg dazu. Als der Schaffner kam stellte sich heraus dass er eigentlichen Wagon 1 musste oder sein Rad umhängen sollte. Ich bot ihm an die Stellplätze zu tauschen, sodass mein Rad nicht mehr die volle Last auf den Speichen hängen hatte und er nur eins aufrutschen musste. Er steigt auch in Hamburg aus und fährt dann von Flensburg die Ostsee runter. Vielleicht begegnet man sich ja noch mal. Unterwegs schoben zwei junge Damen zwei Räder rein und stiegen selbst wieder aus. Wenn die Räder mal ne Auszeit vom Fahrer brauchen…

Die Umstiegszeit von 8 Minuten schwankte während der Fahrt mehrfach, sodass ich mich schon drauf einstellte, dass ich im Reisezentrum Hamburg noch umbuchen muss. Dem war aber nicht so. Der nette Mit-Radreisende half mir noch das Rad runterzuholen und wünschte mir viel Erfolg bei der Weiterreise. Ich hab die Beine in die Hand genommen und war flux von Bahnsteig 11 rüber auf Bahnsteig 7 3/4. Weil der Zug hielt nicht IM Bahnhof sondern schon ausserhalb. Weil ich keinen Plan hatte welcher Wagon für Fahrräder war bin ich in den erst besten rein bevor die Türen nicht mehr aufgingen. Und dann blieb er noch weitere 7 Minuten stehen, weil ein vorausfahrender Zug Probleme hatte. Also alles ganz entspannt mit dem Anschlusszug. Ich bin die Stunde bis Kiel dann im Zwischengang stehend gefahren. Bloss nicht riskieren irgendwo raus und nicht mehr reinzukommen. Kiel war ich schon mal für einen Job und fand es sehr hässlich. Deshalb bin ich vom Bahnhof aus auch direkt auf die Route gefahren. Abfahrt war um 11 bei bestem Wetter. Erst mal Sonnenbrille an und Abflug.

Diese ganzen Ostseestädte verbinden alle immer Dänemark, Schweden und Meck-Pomm miteinander. Ich mags. Von den ganzen Reisen, die ich bisher unternommen habe mit meinem Bike, habe ich unzählige Bilder und Erlebnisse in meinem Kopf. Mehrmals täglich komme ich an Ecken oder Straßen vorbei wo ich denke „sieht aus wie in Schweden an dem einen Tag wo es sich so gezogen hat“ Oder „hey diese Straßenführung erinnert dich sehr an Dänemark wo es mal die ganze zeit durch Felder ging. Heute haben mich sehr viele Wege an Schweden, Rügen und Bornholm erinnert. Ich Speicher das aber nicht als Vergleich sondern als eigenständige Erinnerung, wodurch weil ähnlich ist ja nicht gleich 😉 Heute musste man sich sehr oft nach oben schrauben bei so kleinen Hügeln und dann gab es ne coole Abfahrt. In Schweden werde ich das wieder die ganze zeit erleben fürchte ich. Aber ich fahre ja nur die Westküste runter da ist es nicht so krass wie im Landesinneren. 

Mein Bike ist übrigens weiterhin der stärkste Kommunikator überhaupt. Allein in der Bahn haben mich schon 3 darauf angesprochen. Wenn man an einer Ampel steht bemerke ich immer die bewundernden Blicke. Wenn etwas mehr zeit ist kommt man auch öfter ins Gespräch. Es ist einfach cool. Ich hab heute morgen mal geschaut ob es das noch zu kaufen gibt und bin auf eine interessante, weil ultimativ passende Beschreibung gestoßen. Siehe Bild.

Und heute ist es richtig gut gelaufen. Sehr leichtgängig. Oft 26km/h auf gerader Strecke. Mit Gepäck finde ich das gar nicht mal so schlecht.

Super schön fand ich PLÖN mit seinen Seen. Sehr idyllisch und auch das Städtchen war ganz nett. Da hab ich kurz Pause gemacht. So ne Seerundfahrt hätte ich auch nett gefunden aber das hätte zu lange gedauert… und ich wäre vermutlich noch verbrannter…. 

Ich bin heute erstmal durch Landesinnere gefahren und bei Scharbeutz erst ans Meer gestoßen. Auch ein sehr nettes Örtchen. Geht direkt in den Timmendorf Strand über… und alles irgendwie ein bisschen gehobener als der Rest. Auf meiner Tour 2018 war ich meine ich auch schon hier. Da bin ich andersrum nach Bornholm gefahren und ja leider nur über Nacht dageblieben. Das änder ich in diesem Jahr. 

Hier muss man ja überall Kurtaxe bezahlen. Damals war ich 20 Minuten am Timmendorf Strand und eine riesengroße schwarze Wolke zog auf. Hat sich richtig gelohnt die 3 Euro :-p Heute im Hotel musste ich die auch abführen und dachte mir gut dann kannste noch runter an den Strand. Aber ich hatte keine Lust mehr zurück zu fahren. Mal schauen wie es morgen läuft.

Mein Ziel war heute Travemünde. Netter Ort. Aber sehr touristisch. Da es schon zu Lübeck gehört, gab es hier natürlich auch ein Niederegger Café. Wenn in Lübeck, dann Marzipan-Torte bei Niederegger. Mega gut. Im Edeka habe ich noch ein Travemündener Pilsener gefunden. Für 2,90 gar nicht mal so günstig. Aber ganz nett. 

Auf dem Weg zum Hotel habe ich schon über die Promenade geschoben und einige coole Sachen gesehen. Deshalb musste ich auch unbedingt an einem Klamottenladen anhalten und ein Tuch kaufen. Ja ich weiß ich habe keinen Platz für zu viel Gepäck aber es war so schön. Ich hätte den ganzen Laden leer kaufen können. Das Hotel (MELISSA) ist über einem Restaurant. Weil ich morgen nicht erst um 8:30 Frühstücken möchte, habe ich gefragt, ob ich vorher auch nur einen Kaffee haben könnte. Nein das ginge nicht, weil alle Mitarbeiter aus Lübeck kämen. Ich könnte aber gern stattdessen heute Abend im Restaurant ne Pizza oder Pasta essen statt Frühstück.

Aha. Deshalb entschied ich dann da zu essen. Vielleicht auch ein bisschen Bequemlichkeit. Hab mich für Fish & Chips entschieden. Und die waren wirklich sehr gut. Ich war skeptisch. Aber die Preise sind schon heftig gewesen. Ich wohne übrigens genau gegenüber von der Fährstation die ich morgen früh nehmen möchte. Ich Fuchs. Ich hoffe allerdings das mein Bike dann noch da ist. Der Hof von denen hat hinten nix zum anbinden. Hab es jetzt mal am Geländer der Kirche festgebunden. Ist mir aber nicht geheuer. 

Ich hatte zuhause extra noch beide Speicherkarten geleert und die Akkus geladen. Heute war eine Karte defekt, die andere angeblich voll und die Akkus leer. Klasse Drewke. Muss morgen in Rostock ne neue Karte kaufen. Da will ich mich jetzt nicht drauf verlassen. 

Nachmittags hatte es sich vom Wetter her etwas zugezogen. Gott sei Dank aber kein Regen. 

Jetzt wird noch geduscht und ein paar Bilder selektiert für den Bericht. Dann schau ich mir die Route von morgen nochmal im Detail an und gehe früh schlafen. Gestern habe ich vor Aufregung kein Auge zugetan und musste um 3:30 Uhr ja schon wieder raus.

Das Essen gab es übrigens tatsächlich gratis statt Frühstück. Nur Getränke musste ich extra zahlen.Da das zweite Bier das ich bestellt hatte aber nicht kam, war das ein günstiger abend. Was allerdings hier gar nicht geht und ich wei0ß noch nicht wie ich die NAcht überleben soll, ist dass die Wände super hellhörig sind. Und nebenan sitzt ne Frau stundenlang auf Toilette. Hört sich an als wär sie in meiner Toilette. Ich hoffe dass das nachher aufhört sonst muss ich mit Ohrstöpseln schlafen.

Abfahrt Tour Nr. 2/2023

Köln Hauptbahnhof Pride month

Es geht los! In wenigen Minuten erreiche ich Kiel. Von da aus startet meine zweite Tour in diesem Jahr. Es geht über Rostock nach Kopenhagen, rüber nach Schweden, runter nach Bornholm und wird in Stralsund enden.

Ich freu mich auf 9 schöne Biketage mit hoffentlich wenig Nässe von oben, Wind nur von hinten und Sonne mindestens im Herzen.

Lets Go!